Erbärmiche Zustände im Winter 2ß17 im Eu-»Hotspot« Moria auf Lesbos.

Anhaltende Fluchtbewegungen: Recht auf Asyl wird zur Fata Morgana

Die Bun­des­re­gie­rung und die Regie­rungs­chefs der EU-Staa­ten sind auf der Flucht. Sie flie­hen vor der Rea­li­tät. Vor Euro­pas Gren­zen tobt mit uner­bitt­li­cher Här­te der Krieg in Syri­en und in Deutsch­land wird das Asyl- und Auf­ent­halts­recht wei­ter ver­schärft. An Euro­pas Gren­zen steht die Zukunft des Flücht­lings­schut­zes auf dem Spiel. Es geht um nicht mehr und nicht weni­ger als um die Fra­ge, ob das Recht auf Asyl in Euro­pa noch erreich­bar ist. Es besteht die Gefahr, dass es zu einer Fata Mor­ga­na wird: Ein schö­nes, aber uner­reich­ba­res Trug­bild.

Beim Sterben zusehen: Von Mare Nostrum zur Frontex-Operation Triton

28.000 Men­schen star­ben in den letz­ten 15 Jah­ren auf dem Weg nach Euro­pa. Die ita­lie­ni­sche See­not­ret­tung »Mare Nostrum« wur­de ein­ge­stellt, doch die euro­päi­sche Fol­ge­ope­ra­ti­on »Tri­ton« hat die Ret­tung von Men­schen­le­ben nicht zum Ziel. Der zehn­tau­send­fa­che Tod von Schutz­su­chen­den ist inte­gra­ler Bestand­teil euro­päi­scher Abwehr­po­li­tik.