11.08.2026  

PRO ASYL zum Streit um Rückführungen von Geflüchteten nach Italien: Schutzsuchende sind keine europäische Verschiebemasse

Der Fall einer Somalierin, über deren Dublin-Überstellung nach Italien nun gestritten wird, legt ein grundsätzliches Problem offen: Deutschland will Menschen nach Italien zurückschicken, Italien blockierte die Rücknahme seit 2022 weitestgehend und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert nun gar „Kompensation“ für von NGOs, darunter einige deutsche Organisationen, im Mittelmeer geretteten geflüchteten Menschen.
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01.08.2026  

Zwölf Jahre nach dem Genozid: Deutschland muss Jesid*innen endlich dauerhafte Sicherheit geben

Zum zwölften Jahrestag des Genozids an den Jesid*innen am 3. August fordert PRO ASYL ein dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete in Deutschland. Bis eine solche bundesweite Regelung geschaffen ist, muss ein Abschiebestopp gelten. Es ist ein eklatanter Widerspruch, den Völkermord an den Jesid*innen anzuerkennen und zugleich Überlebende des Genozids sowie Angehörige der verfolgten Gemeinschaft mit der Abschiebung an den Ort der Verbrechen zu bedrohen.
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29.07.2026  

KI-Migrationsverwaltungsgesetz: Eine gefährliche Weichenstellung

PRO ASYL kritisiert den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf: Der Gesetzentwurf sieht eine weitreichende Rechtsgrundlage für den Einsatz von KI in den hochsensiblen Verfahren vor und ist damit eine gefährliche Weichenstellung für Asyl-, Visa- und Aufenthaltsverfahren, bei der die Fairness der Verfahren, effektive Rechtsbehelfe, Persönlichkeitsrechte und der Schutz vor Diskriminierung auf der Strecke bleiben.
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23.07.2026  

Ein Jahr Stopp des Familiennachzugs – Bilanz der staatlich verordneten Familientrennung

Vor einem Jahr (24. Juli 2025) wurde der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre ausgesetzt. Nur über ein Härtefallverfahren ist es noch möglich, Einzelfälle auf eine Visaerteilung hin prüfen zu lassen. Die Bilanz nach einem Jahr zeigt jedoch, dass diese Regelung leerläuft: Nur zehn Visa wurden erteilt. PRO ASYL fordert die Bundesregierung auf, die Aussetzung des Familiennachzugs zu beenden, die Verfahren zu beschleunigen und das Recht auf Familienleben wirksam zu gewährleisten.
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