Hinweise zu Folgeanträgen von syrischen Kriegsdienstverweigerern

Laut einem EuGH-Urteil müss­ten syri­sche Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rer in der Regel Flücht­lings­sta­tus bekom­men. Für Per­so­nen, denen dies ver­wei­gert wur­de, stellt sich nun die Fra­ge nach einem Fol­ge­an­trag. PRO ASYL hält Fol­ge­an­trä­ge für sinn­voll und gibt hier recht­li­che Hin­wei­se zu dem The­ma. Anträ­ge soll­ten bis zum 19. Febru­ar 2021 gestellt werden. 

Die Hürden beim Familiennachzug

Geflüch­te­te Men­schen sind in einer beson­ders schwie­ri­gen Lage. Häu­fig muss­ten sie sich wäh­rend ihrer Flucht von der Fami­lie tren­nen. Wäh­rend sie danach eigent­lich einen Schutz­raum benö­ti­gen, um zur Ruhe zu kom­men, ban­gen sie hin­ge­gen um ihre Ange­hö­ri­gen, die selbst oft noch in einer schwie­ri­gen, gar lebens­be­droh­li­chen Situa­ti­on ausharren. 

Verweigerter Familiennachzug: Ein Grundrecht wird bürokratisch entstellt

Seit März 2016 haben Flücht­lin­ge mit sub­si­diä­rem Schutz­sta­tus kein Recht mehr, die engs­ten Ange­hö­ri­gen nach­zu­ho­len. Auch über drei Jah­re spä­ter haben sich die Hoff­nun­gen getrenn­ter Fami­li­en auf ein Ende die­ser Zumu­tung nicht erfüllt. Seit August 2018 gilt ein undurch­sich­ti­ges Gna­den­recht für maxi­mal 1.000 Ange­hö­ri­ge im Monat.