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EU-"Hotspot" Moria auf Lesbos: Tagelang müssen Flüchtlinge dort in der Schlange ausharren und auf ihre Registrierung warten. Foto: Salinia Stroux / PRO ASYL RSPA-Projekt

Begleitet von Protesten ehrenamtlicher HelferInnen und AktivistInnen besucht der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz heute Lesbos. Dort wurde im Oktober der erste sogenannte Hot Spot in Griechenland eröffnet, um ankommende Flüchtlinge zur Registrierung festzusetzen. Die MitarbeiterInnen des PRO ASYL - Projektes RSPA, Salinia Stroux und Chrissi Wilkens, berichten über elende Bedingungen und Gewalt im Lager Moria.

„Moria ist ein Ort der Schan­de. Die Flücht­lin­ge wer­den dort geschla­gen, beschimpft und mit Trä­nen­gas atta­ckiert. Sie wer­den psy­chisch ver­nich­tet“, so Muba­rak Shah, Mit­ar­bei­ter des PRO ASYL-Pro­jek­tes „Refu­gee Sup­port Pro­gram Aege­an“. Der Hot Spot Moria ist von Sta­chel­draht umge­ben, Poli­zei­be­am­te ste­hen Wache. Angeb­lich sol­len Hot Spots dazu die­nen, die Umver­tei­lung von Schutz­su­chen­den auf ande­re EU-Staa­ten zu ermög­li­chen. Tat­säch­lich geht es pri­mär dar­um, Schutz­su­chen­de an Euro­pas Außen­gren­zen fest­zu­set­zen und Abschie­bun­gen zu for­cie­ren.

Zwei Wochen nach der Eröff­nung des Hot Spots auf Les­bos erkran­ken täg­lich Dut­zen­de Flücht­lin­ge auf­grund der elen­den Bedin­gun­gen in Moria. Es gibt weder Grund­ver­sor­gung noch ein funk­tio­nie­ren­des Regis­trie­rungs­sys­tem, statt­des­sen will­kür­li­che Ände­run­gen der Ver­fah­rens­wei­se, kaum Infor­ma­tio­nen und kei­nen geson­der­ten Zugang für beson­ders schutz­be­dürf­ti­ge Grup­pen. Über Stun­den bis hin zu Tagen har­ren die War­ten­den in ent­wür­di­gen­den Bedin­gun­gen aus. 2.500 Schutz­su­chen­de kön­nen in Moria in 24 Stun­den regis­triert wer­den, es kom­men jedoch täg­lich mehr als 5.000 auf der Insel an. Bei güns­ti­gen Wet­ter­be­din­gun­gen sind es  manch­mal mehr als 7.000 Neu­an­kömm­lin­ge. Regis­triert wird seit kur­zem auch wie­der im weit­aus bes­ser aus­ge­stat­te­ten Zelt­la­ger Kara Tepe, aller­dings wer­den dort nur syri­sche Fami­li­en unter­ge­bracht. Die Hier­ar­chi­sie­rung von ver­meint­li­cher Schutz­be­dürf­tig­keit, die dem Hot-Spot-Ansatz zu Grun­de liegt, führt zu zusätz­li­chem Leid. Die mas­si­ve Dis­kri­mi­nie­rung ein­zel­ner Grup­pen von Schutz­su­chen­den ist schlicht men­schen­un­wür­dig.

Grund­ver­sor­gung nicht gesi­chert

Es gibt kei­ne tro­cke­ne Klei­dung für Neu­an­kom­men­de, seit Mit­te Sep­tem­ber kei­ne Essens­lie­fe­run­gen, kei­ne Trink­was­ser­ver­sor­gung, kei­nen Zugang zu Toi­let­ten und Wasch­mög­lich­kei­ten für die­je­ni­gen, die noch nicht regis­triert sind. Es fehlt an ärzt­li­cher Ver­sor­gung und Medi­zin. Immer mehr aus­län­di­sche und loka­le Akti­vis­tIn­nen doku­men­tie­ren das Aus­maß der huma­ni­tä­ren Kata­stro­phe. Die war­ten­den Flücht­lin­ge sind oft durch­nässt und dazu gezwun­gen die gan­ze Nacht auf der blo­ßen Erde zu ver­brin­gen, da es nicht genug Zel­te gibt. Die dehy­drier­ten, unter­kühl­ten und geschwäch­ten Men­schen decken sich mit Kar­tons und Müll­sä­cken zu und wär­men sich am Feu­er, in dem sie auch Plas­tik ver­bren­nen. Vie­le Kin­der haben Fie­ber und lei­den unter Bron­chi­tis. Man­che kön­nen stun­den­lang kei­ne Toi­let­te auf­su­chen, weil sie die Schlan­ge nicht ver­las­sen kön­nen.

Es sind ledig­lich Ehren­amt­li­che, Akti­vis­tIn­nen und eini­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die für unre­gel­mä­ßi­ge Essens­lie­fe­run­gen sor­gen, über sozia­le Medi­en Spen­den­auf­ru­fe star­ten und so Klei­dung, Regen­schutz, Zel­te, Schlaf­sä­cke, Decken, war­men Tee und sogar Ärz­te orga­ni­sie­ren. Gäbe es die Soli­da­ri­tät der Zivil­ge­sell­schaft nicht, wären längst mehr Tote zu betrau­ern – auch in Moria.

Kei­ne Iden­ti­fi­zie­rung und kein geson­der­ter Zugang für ver­letz­li­che Grup­pen

Gleich­zei­tig gibt es kein Sys­tem, um beson­ders ver­letz­li­che Men­schen­grup­pen in den Schlan­gen zu iden­ti­fi­zie­ren und sie prio­ri­tär zu behan­deln. RSPA traf in den Schlan­gen vor Moria unter ande­rem eine Frau, die im neun­ten Monat schwan­ger war, Dut­zen­de Müt­ter mit Babys, die noch kei­nen Monat alt waren und Kin­der mit Herz­feh­lern (wie ehren­amt­li­che Ärz­te fest­stell­ten). Sie kön­nen den kör­per­li­chen und psy­chi­schen Stra­pa­zen nicht stand­hal­ten. Hier war­ten Men­schen mit Behin­de­run­gen, in Roll­stüh­len oder mit Krü­cken und alte Men­schen, die getra­gen wer­den muss­ten. Man­che wur­den in der Schlan­ge bewusst­los, ande­re erlit­ten Panik­at­ta­cken. Berich­ten zufol­ge haben bereits meh­re­re schwan­ge­re Frau­en ihre Kin­der unter die­sen Bedin­gun­gen ver­lo­ren.

Die 18-Jäh­ri­ge Afgha­nin Z.H. ver­liert ihr Kind in der Nacht zum 20. Okto­ber, nach­dem sie stun­den­lang in der Schlan­ge für die Nicht-Syrer war­te­te. „Gäbe es kei­ne ehren­amt­li­chen Ärz­te u.a. aus Eng­land und den USA, die in die­sen Tagen stun­den­lan­ge Nacht­schich­ten unter unmensch­li­chen Bedin­gun­gen im Frei­en über­neh­men, hät­te sie nie einen Arzt gese­hen. Lei­der kam die Hil­fe für ihr Baby aber zu spät“, so RSPA Mit­ar­bei­te­rin Sali­nia Stroux, die in der Nacht der jun­gen Frau, die im zwei­ten Monat schwan­ger war, zur Sei­te stand. Noch am sel­ben Tag beglei­te­ten RSPA-Mit­ar­bei­ter eine syri­sche Frau ins Kran­ken­haus, die eben­so eine Fehl­ge­burt erlitt. Sie hat­te drei Tage in der Schlan­ge gewar­tet, ohne dass jemand ihren Hil­fe­ru­fen Gehör schenk­te.

Poli­zei­ge­walt gegen Schutz­su­chen­de

Fast täg­lich beob­ach­te­ten Mit­ar­bei­te­rIn­nen von RSPA im Okto­ber 2015 will­kür­li­che Poli­zei­ge­walt gegen Flücht­lin­ge in der War­te­schlan­ge. Anstel­le eines funk­tio­nie­ren­den Regis­trie­rungs­sys­tems haben die Behör­den Bereit­schafts­po­li­zis­ten nach Les­bos gesen­det. RSPA-Mit­ar­bei­te­rIn­nen tra­fen Flücht­lin­ge an, die wegen Trä­nen­gas­ein­sät­zen unter Atem­pro­ble­men und Augen­schmer­zen lit­ten. Ein Flücht­ling wur­de nach eige­nen Aus­sa­gen von einem Poli­zis­ten so gewalt­voll auf den Brust­korb geschla­gen, dass er kei­ne Luft mehr bekam und in Panik geriet. Ein jun­ger Mann berich­te­te, ein Poli­zei­be­am­ter habe ihm sei­nen Arm gebro­chen, etli­che ande­re hat­ten Wun­den an Hän­den und im Gesicht durch Hie­be mit Poli­zei­knüp­peln. Ein Ira­ner ver­ließ die Insel mit einer mit 15 Sti­chen genäh­ten Wun­de am Kopf, nach­dem ihn die Poli­zei mit Knüp­peln atta­ckiert hat­te. In fast allen von RSPA beob­ach­te­ten Gewalt­fäl­len wur­den die Opfer inner­halb weni­ger Stun­den aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen, sie erhiel­ten schnell ihre Doku­men­te von den Behör­den und ver­lie­ßen meist noch am sel­ben Tag die Insel.

“Die Flücht­lin­ge sagen uns, dass sie in der Schlan­ge von der Poli­zei geschla­gen wer­den, dass sie nicht wis­sen, wann sie regis­triert wer­den, dass sie kein Geld haben, um wäh­rend der War­te­zeit zu über­le­ben, in der sie von der Regie­rung weder mit Essen noch mit Klei­dung, Decken oder Zel­ten aus­ge­stat­tet wer­den”, so RSPA-Mit­ar­bei­te­rin Efi Lats­ou­di.

Gedrän­ge und Panik vor den Toren des „Hot Spots“

Ein Ira­ker, der mehr als acht Tage auf sei­ne Regis­trie­rung gewar­tet hat­te, brach sich bei­de Bei­ne, als er im Gedrän­ge in der Schlan­ge von einer Anhö­he fiel. Er muss­te Les­bos schließ­lich im Roll­stuhl ver­las­sen.

S., ein 7-jäh­ri­ger Jun­ge aus Afgha­ni­stan, wur­de am Frei­tag den 23. Okto­ber 2015 in der War­te­schlan­ge vor Moria über­rannt, als er mit sei­ner ver­wit­we­ten Mut­ter und sei­nen drei klei­nen Geschwis­tern ver­such­te, Doku­men­te zu bekom­men. Dut­zen­de Men­schen tram­pel­ten ihn zu Boden. Er wur­de schwer ver­letzt. Gegen 14 Uhr brach­te die Poli­zei S. ins Kran­ken­haus von Myti­li­ni. In der Not­auf­nah­me wur­de er von einem Arzt unter­sucht und neu­ro­chir­ur­gisch behan­delt. Die Ärz­te befürch­te­ten einen Kno­chen­bruch im Augen­be­reich. Sie emp­fah­len, die Unter­su­chun­gen in Athen fort­zu­set­zen. Die Mut­ter woll­te so schnell wie mög­lich weg. Der Gedan­ke, wie­der nach Moria zurück­zu­keh­ren, war uner­träg­lich für sie. Doch wegen der Doku­men­te muss­te sie zurück ins Lager. Die gan­ze Fami­lie hat­te wäh­rend der stän­di­gen hef­ti­gen Regen­güs­se über drei Tage unter­kühlt und durch­nässt in der Schlan­ge gestan­den. Ihre Hän­de und Füße waren geschwol­len und auf­ge­weicht. Auch das Mäd­chen hat­te in ihrem Gesicht Krat­zer von dem Gedrän­ge in der Schlan­ge.

Stän­dig spre­chen pani­sche Müt­ter und Väter, aber auch klei­ne Kin­der, RSPA-Mit­ar­bei­te­rIn­nen vor den Toren von Moria an, weil sie Fami­li­en­mit­glie­der im Gedrän­ge ver­lo­ren haben. In Aus­nah­me­fäl­len wer­den Namen der Ver­lo­ren-gegan­ge­nen über die Laut­spre­cher aus­ge­ru­fen. Alle ande­ren müs­sen ihre Liebs­ten selbst zwi­schen Müll­ber­gen und Matsch fin­den. Am 6. Okto­ber berich­te­te ein afgha­ni­scher Vater, wie er sei­ne Toch­ter wäh­rend eines Trä­nen­gas­ein­sat­zes der Poli­zei ver­lor: “Wir über­leb­ten mit Mühe die gefähr­li­che Über­fahrt über die Ägä­is in dem klei­nen über­füll­ten Schlauch­boot. Wir fie­len ins Meer. Jetzt sind wir in Euro­pa ange­kom­men. Das Leben unse­rer Kin­der soll­te hier nicht in Gefahr sein in einem staat­li­chen Lager. Den­noch ver­lor ich mei­ne drei­jäh­ri­ge Toch­ter in der pani­schen Mas­se. Sie wur­de von den Men­schen, die vor dem Trä­nen­gas flo­hen, über­rannt. Ein frem­der Afgha­ne ret­te­te sie und hob sie hoch bevor ihr Schlim­me­res pas­sie­ren konn­te. Ich sah einen erwach­se­nen Mann, der bei ihrem Anblick anfing zu wei­nen.”

Unwet­ter im Okto­ber ver­schlim­mern das Elend der war­ten­den Flücht­lin­ge

Obwohl die Unwet­ter vor­aus­ge­sagt wur­den und der Herbst jedes Jahr Käl­te­wel­len und Stür­me mit sich bringt, waren offen­sicht­lich weder NGOs noch der UNHCR und die Behör­den auf die nahen­de Kata­stro­phe vor­be­rei­tet. Wäh­rend der Regen­fäl­le und Stür­me vom 21. bis 23. Okto­ber wur­den stän­dig Flücht­lin­ge mit Unter­küh­lungs­sym­pto­men ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert. Die meis­ten konn­ten kaum noch lau­fen, da ihre Füße durch das per­ma­nen­te Ste­hen im kal­ten Regen­was­ser auf­ge­weicht und taub waren. Ehren­amt­li­che Ärz­te und Sani­tä­ter berich­te­ten von Dut­zen­den bewusst­lo­ser Flücht­lin­ge in der Schlan­ge vor Moria, die zumeist unter Unter­küh­lung und Schwä­che­an­fäl­len, Über­mü­dung, Hun­ger und Durst lit­ten.

Eine Akti­vis­tin beschrieb Ende Okto­ber ver­zwei­felt, wie ihr aus den Schlan­gen vor Moria den gan­zen Tag halb­to­te durch­näss­te Babys ent­ge­gen­ge­hal­ten wur­den, da die Ärz­te der NGOs nur inner­halb des Kom­ple­xes tätig wür­den. RSPA-Mit­ar­bei­te­rIn­nen sahen Flücht­lin­ge, die nicht mehr ste­hen konn­ten, etli­che von ihnen bar­fuß im Matsch oder tage­lang in nas­sen Schu­hen und Socken aus­har­rend. Klein­kin­der waren bis auf die Kno­chen durch­nässt und schrien vor Käl­te und Hun­ger.

Unbe­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge ver­zwei­feln hin­ter Git­tern

64 unbe­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge waren zwi­schen­zeit­lich am 19. Okto­ber in Moria inhaf­tiert, 24 davon Afgha­nen, die übri­gen Ara­bisch spre­chend. Nicht weni­ge von ihnen waren mit ihren Onkels, Tan­ten, Schwes­tern oder Brü­dern ange­kom­men. Die Behör­den hat­ten sie von ihren Ange­hö­ri­gen getrennt, da nur Vater und Mut­ter als Vor­mund aner­kannt wer­den. Die meis­ten der Min­der­jäh­ri­gen kom­men aus Syri­en und Afgha­ni­stan, vie­le sind jün­ger als 15 Jah­re. In Moria sind sie im Erst­auf­nah­me­la­ger vor­über­ge­hend zu „ihrem Schutz“ ein­ge­sperrt, bis sie in eine offe­ne Unter­kunft über­führt wer­den kön­nen. Durch­schnitt­lich dau­ert ihr Auf­ent­halt hin­ter Git­tern etwa 14 Tage. Die meis­ten unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­ge ver­su­chen sich als Erwach­se­ne zu regis­trie­ren, um die Haft zu umge­hen. Vie­le der­je­ni­gen, die schließ­lich als Min­der­jäh­ri­ge regis­triert wer­den, ver­su­chen zu flie­hen, pro­tes­tie­ren mit Hun­ger­streiks oder Demons­tra­tio­nen. Man­che fügen sich selbst Ver­let­zun­gen zu.

Alle fra­gen nach Tele­fon­kar­ten. Sie ver­mis­sen ihre Fami­li­en. Eini­ge hat­ten noch kei­ne Mög­lich­keit nach Hau­se zu tele­fo­nie­ren und Bescheid zu sagen, dass sie noch leben. Nur über das Rote Kreuz kön­nen sie gele­gent­lich tele­fo­nie­ren. „Die Poli­zis­ten haben uns heu­te das Essen über den Zaun rüber­ge­wor­fen anstatt es uns zu geben. Als sei­en wir Tie­re. Man bringt uns Essen, aber satt wer­den wir nicht“, so einer der Jun­gen. Eini­ge Jugend­li­che berich­ten auch von Schlä­gen durch die Poli­zei. Doch ihr größ­tes Pro­blem ist, ein­ge­sperrt zu sein.

Der 10-jäh­ri­ge O. aus Syri­en wur­de ver­las­sen an einem Strand von Les­bos auf­ge­fun­den. Er hielt die Haft unter Poli­zei­be­wa­chung in Moria nicht aus. O. ver­such­te sich selbst zu ver­let­zen und kam dar­auf­hin zur Beob­ach­tung ins Kran­ken­haus. „Anstatt das Kind zu schüt­zen, wird es ‚zu sei­nem Schutz‘ inhaf­tiert.“, so Ele­ni Veli­va­sa­ki von RSPA. Das War­ten hin­ter Git­tern kann manch­mal Wochen dau­ern. „Bit­te lasst mich zurück nach Syri­en“, war das ein­zi­ge was O. in Anbe­tracht der Haft stän­dig zu wie­der­ho­len wuss­te. RSPA unter­stützt den Jun­gen in Zusam­men­ar­beit mit der NGO Met­adra­si und einer Anwäl­tin in den USA bei der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung.

Für euro­päi­sche Soli­da­ri­tät und lega­le Wege

Auf Les­bos wird die Situa­ti­on für Schutz­su­chen­de immer dra­ma­ti­scher. Der Hot Spot trägt nicht zu einer Lösung der Pro­ble­me bei, son­dern führt nur zu noch mehr Elend. Anstel­le von Schein­lö­sun­gen und staats­tra­gen­den Besu­chen bedarf es ech­ter euro­päi­scher Soli­da­ri­tät: Flücht­lin­gen muss die lega­le Wei­ter­rei­se inner­halb Euro­pas ermög­licht wer­den, EU-Mit­glieds­staa­ten müs­sen Schutz­su­chen­de men­schen­wür­dig auf­neh­men. Nur so kön­nen das Leid an Euro­pas Außen­gren­zen und die Elends­mär­sche über die Bal­kan­rou­te gestoppt wer­den.

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