Aufnahme von nur einigen Hundert – Zivilgesellschaftlicher Druck darf nicht nachlassen

Seit zwei Jah­ren gibt es in Deutsch­land eine brei­te Debat­te um die Auf­nah­me von Schutz­su­chen­den. Kom­mu­nen und Bun­des­län­der erklä­ren ihre Auf­nah­me­be­reit­schaft. Die­ser wird das zustän­di­ge Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um jedoch nur schein­bar gerecht. Ein Über­blick über die Bewe­gung für die Auf­nah­me Schutz­su­chen­der sowie die aktu­el­len Auf­nah­me­pro­gram­me.

Europa der Lager, Europa der Abschottung

Die Euro­päi­sche Uni­on treibt ihre Plä­ne zur Schlie­ßung der Mit­tel­meer­rou­te vor­an. Dazu sol­len unter neu­en Labels wei­te­re Lager errich­tet und Ver­ant­wor­tung auf Afri­ka abge­wälzt wer­den. Schaf­fen es Flücht­lin­ge den­noch nach Euro­pa ist die umge­hen­de Fest­set­zung, Sor­tie­rung und »Abfer­ti­gung« das Ziel.
Demonstration in London gegen Sklavenhandel mit Geflüchteten in Libyen, Nov 2017

Libyen: die neue Skrupellosigkeit. Abgründe europäischer Flüchtlingspolitik

Uner­träg­li­ches Elend in liby­schen Haft­zen­tren, Skla­ven­han­del mit Geflüch­te­ten und die von Euro­pa aus­ge­bil­de­te »liby­sche Küs­ten­wa­che«, die Ret­tungs­ope­ra­tio­nen auf dem Meer tor­pe­diert: Euro­pa schaut nicht mehr nur zu, son­dern setzt alles dar­an, Flucht­mög­lich­kei­ten zu beschnei­den. Zivil­ge­sell­schaft­li­che Ret­tungs­in­itia­ti­ven wer­den indes kri­mi­na­li­siert.