15.03.2011
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© UNHCR/A.Duclos

Auf dem EU-Gip­fel zu Liby­en am 11. März ist es zu kei­ner Ent­schei­dung für eine Auf­nah­me von Flücht­lin­gen aus Liby­en gekom­men. Der­weil hat die Bun­des­re­gie­rung zwar dem Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­at UNHCR eine Mil­li­on Euro zur Repa­tri­ie­rung der aus Liby­en geflo­he­nen Ban­gla­de­scher zur Ver­fü­gung gestellt. Für die Flücht­lin­ge aus Eri­trea, dem Sudan und Soma­lia, die auf­grund dro­hen­der Ver­fol­gung

Auf dem EU-Gip­fel zu Liby­en am 11. März ist es zu kei­ner Ent­schei­dung für eine Auf­nah­me von Flücht­lin­gen aus Liby­en gekom­men. Der­weil hat die Bun­des­re­gie­rung zwar dem Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­at UNHCR eine Mil­li­on Euro zur Repa­tri­ie­rung der aus Liby­en geflo­he­nen Ban­gla­de­scher zur Ver­fü­gung gestellt. Für die Flücht­lin­ge aus Eri­trea, dem Sudan und Soma­lia, die auf­grund dro­hen­der Ver­fol­gung nicht in ihre Her­kunfts­län­der zurück­keh­ren kön­nen, fehlt jedoch die not­wen­di­ge Ent­schlos­sen­heit für ein huma­ni­tä­res Han­deln.

PRO ASYL for­dert, dass aus Liby­en und den Nach­bar­staa­ten zumin­dest ein Teil der über 10.000 von UNHCR regis­trier­ten Flücht­lin­ge in Deutsch­land und Euro­pa auf­ge­nom­men wer­den. Die­ser For­de­rung hat sich nun der Men­schen­rechts­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Mar­kus Löning (FDP), ange­schlos­sen. Er for­der­te im Anschluss an sei­ne Rei­se nach Tune­si­en ein „Zei­chen der Mensch­lich­keit“. Deutsch­land sol­le eini­ge der im Flücht­lings­la­ger an der liby­schen Gren­ze fest­sit­zen­den Flücht­lin­ge aus Soma­lia, Eri­trea und dem Sudan auf­neh­men. Die­se Men­schen kön­nen nicht in ihre Hei­mat zurück. „Um die­se Men­schen muss sich die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft küm­mern, das kön­nen wir nicht den Tune­si­ern über­las­sen“, sag­te Löning. Die bei­den Nach­bar­län­der Liby­ens sind völ­lig über­for­dert und drin­gend auf Unter­stüt­zung und Ent­las­tung aus Euro­pa ange­wie­sen.

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