08.03.2011

Die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on PRO ASYL und die Ent­wick­lungs­hil­fe­or­ga­ni­sa­tio­nen med­ico inter­na­tio­nal for­dern in einem gemein­sa­men Appell eine koor­di­nier­te euro­päi­sche Flücht­lings­in­itia­ti­ve ange­sichts der anhal­ten­den Gewalt in Liby­en. PRO ASYL und med­ico inter­na­tio­nal appel­lie­ren an die  Bun­des­re­gie­rung, alles zu unter­neh­men, damit Deutsch­land und Euro­pa dem dra­ma­ti­schen Hil­fe­er­su­chen des UN- Flücht­lings­kom­mis­sa­ri­ats nach­kom­men. Es ist Aus­druck einer drin­gend gebo­te­nen unteil­ba­ren Mensch­lich­keit, allen, die aus Liby­en flie­hen, soli­da­risch und schüt­zend zur Sei­te zu ste­hen.

PRO ASYL und med­ico inter­na­tio­nal sind in gro­ßer Sor­ge um Leib und Leben Tau­sen­der in Liby­en gestran­de­ter Tran­sit­flücht­lin­ge, die aus den Kri­sen­län­dern Afri­kas wie Eri­trea, Soma­lia und Sudan stam­men und nun zwi­schen die Fron­ten gera­ten. Die­se Flücht­lin­ge müs­sen geret­tet, eva­ku­iert wer­den und in Euro­pa Schutz fin­den. Deutsch­land soll­te groß­zü­gig die Auf­nah­me eines Teils die­ser Flücht­lin­ge zusi­chern.  

Die bei­den Orga­ni­sa­tio­nen for­dern, dass zügig eine soli­da­ri­sche und men­schen­wür­di­ge Auf­nah­me von Flücht­lin­gen in Euro­pa orga­ni­siert  wird. Kei­nes­falls dür­fen Flücht­lings­boo­te auf dem Meer zurück­ge­wie­sen oder abge­drängt wer­den. Dar­über hin­aus müss­ten jetzt die bei­den Nach­bar­staa­ten Tune­si­en und Ägyp­ten jede erdenk­li­che Hil­fe erhal­ten. Gemein­sam rufen PRO ASYL und med­ico inter­na­tio­nal auch zu einer E-Mail-Akti­on „Flucht­we­ge nach Euro­pa öff­nen – Flücht­lin­ge auf­neh­men!“ an die Bun­des­kanz­le­rin auf.

 
Pres­se­kon­takt:

- Karl Kopp, PRO ASYL, Tel.069/230695 oder presse(at)proasyl.de

- Mar­tin Gla­sen­app, med­ico inter­na­tio­nal: Tel. 0179/1091553 oder glas(at)medico.de

 Liby­en: Men­schen­rechts­be­auf­trag­ter for­dert Flücht­lings­auf­nah­me – E-Mail-Akti­on geht wei­ter (15.03.11)

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