15.03.2011

In den letz­ten Tagen haben sich erneut Flücht­lin­ge aus Nord­afri­ka auf den Weg nach Euro­pa gemacht. Für 35 Men­schen war die Rei­se am ver­gan­ge­nen Sonn­tag töd­lich. Ihr Boot ken­ter­te kurz nach­dem es von der tune­si­schen Hafen­stadt Zar­zis aus in See gesto­chen war. Nur fünf Män­ner über­leb­ten das Unglück und trie­ben die Nacht über im Was­ser,

In den letz­ten Tagen haben sich erneut Flücht­lin­ge aus Nord­afri­ka auf den Weg nach Euro­pa gemacht. Für 35 Men­schen war die Rei­se am ver­gan­ge­nen Sonn­tag töd­lich. Ihr Boot ken­ter­te kurz nach­dem es von der tune­si­schen Hafen­stadt Zar­zis aus in See gesto­chen war. Nur fünf Män­ner über­leb­ten das Unglück und trie­ben die Nacht über im Was­ser, bevor sie ein ande­res Flücht­lings­boot an Bord nahm und nach Lam­pe­du­sa brach­te.

Beson­ders besorg­nis­er­re­gend ist eine wei­te­re Mel­dung: Danach ver­such­te eine marok­ka­ni­sche Fäh­re mit Ägyp­tern, Liby­ern, Marok­ka­nern sowie Alge­ri­ern an Bord auf ihrem Weg von Misura­ta (Liby­en) nach Marok­ko einen Zwi­schen­halt in Sizi­li­en ein­zu­le­gen, um auf­zu­tan­ken. Der ita­lie­ni­sche Innen­mi­nis­ter wies das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um sogleich an, das Schiff von einem Ein­drin­gen in ita­lie­ni­sche Gewäs­ser abzu­hal­ten. Solan­ge Unklar­heit über die 1.800 Pas­sa­gie­re bestehe, soll­ten die­se nicht in ita­lie­ni­sches Hoheits­ge­biet gelan­gen. Berich­ten zufol­ge ver­wei­ger­te auch Mal­ta der Fäh­re einen Zwi­schen­stopp. Nach Anga­ben der Küs­ten­wa­che könn­te das Boot nun wie­der in Rich­tung Liby­en unter­wegs sein. UNHCR-Spre­che­rin Lau­ra Bold­ri­ni führ­te Ita­li­ens Abwei­sung auf die Para­noia der süd­li­chen EU-Staa­ten vor einer Mas­sen­flucht aus Nord­afri­ka zurück. „Die­se Nord­afri­ka­ner könn­ten in das Land zurück­ge­schickt wer­den, aus dem sie geflo­hen sind“, mahn­te sie. Die Bestä­ti­gung die­ser Befürch­tun­gen wäre fatal.

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