02.11.2010
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Heute treffen die ersten „JO RABITs“ (Joint Operation Rapid Border Intervention Teams) in Griechenland ein. Die schnelle Eingreiftruppe der Grenzagentur FRONTEX soll mit 175 gut ausgerüsteten Grenzschützern aus verschiedenen europäischen Ländern bei der Überwachung der griechisch-türkischen Landgrenze sogenannte „illegale Einwanderer“ abwehren, um so einen der letzten offenen Fluchtwege nach Europa zu verriegeln. Sie sollen zunächst

Heute treffen die ersten „JO RABITs“ (Joint Operation Rapid Border Intervention Teams) in Griechenland ein. Die schnelle Eingreiftruppe der Grenzagentur FRONTEX soll mit 175 gut ausgerüsteten Grenzschützern aus verschiedenen europäischen Ländern bei der Überwachung der griechisch-türkischen Landgrenze sogenannte „illegale Einwanderer“ abwehren, um so einen der letzten offenen Fluchtwege nach Europa zu verriegeln. Sie sollen zunächst zwei Monate bleiben, heißt es. Wegen des längst unbestreitbaren Zusammenbruchs des griechischen Asylsystems hatte die Regierung in Athen vergangene Woche diese Hilfe angefordert.

Immer mehr Flüchtlinge versuchen über die griechisch-türkische Landesgrenze die Europäische Union zu erreichen. Viele sind beim Versuch, den Grenzfluss Evros schwimmend zu durchqueren bereits ertrunken. Wer es lebend nach Griechenland geschafft hat, wird meist unter katastrophalen Bedingungen inhaftiert. PRO ASYL hat erst im Oktober einen Recherchebericht über die Situation vor Ort vorgelegt, der neben gesundheitsgefährdenden sanitären Bedingungen und Misshandlungen durch das Wachpersonal auch dokumentiert, wie Minderjährige älter geschätzt und Asylanträge nahezu unmöglich gemacht werden.
Laut verschiedenen Zeitungsberichten versuchten am Wochenende zahlreiche Flüchtlinge, die Grenze noch vor dem Eintreffen der FRONTEX-Teams zu überwinden.

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