Grenzen als Orte der Gewalt: Die Situation an der kroatisch-bosnischen Grenze

Seit die ser­bisch-unga­ri­sche und die ser­bisch-kroa­ti­sche Gren­ze prak­tisch her­me­tisch abge­rie­gelt sind, hat sich die Bal­kan­rou­te gen Wes­ten ver­scho­ben. Anfang 2018 ist zum ers­ten Mal auch Bos­ni­en & Her­ze­go­wi­na in den Fokus der inter­na­tio­na­len Flücht­lings­po­li­tik gerückt. Auch dort kommt es immer wie­der zu ekla­tan­ten Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen.

Europa der Lager, Europa der Abschottung

Die Euro­päi­sche Uni­on treibt ihre Plä­ne zur Schlie­ßung der Mit­tel­meer­rou­te vor­an. Dazu sol­len unter neu­en Labels wei­te­re Lager errich­tet und Ver­ant­wor­tung auf Afri­ka abge­wälzt wer­den. Schaf­fen es Flücht­lin­ge den­noch nach Euro­pa ist die umge­hen­de Fest­set­zung, Sor­tie­rung und »Abfer­ti­gung« das Ziel.
Demonstration in London gegen Sklavenhandel mit Geflüchteten in Libyen, Nov 2017

Libyen: die neue Skrupellosigkeit. Abgründe europäischer Flüchtlingspolitik

Uner­träg­li­ches Elend in liby­schen Haft­zen­tren, Skla­ven­han­del mit Geflüch­te­ten und die von Euro­pa aus­ge­bil­de­te »liby­sche Küs­ten­wa­che«, die Ret­tungs­ope­ra­tio­nen auf dem Meer tor­pe­diert: Euro­pa schaut nicht mehr nur zu, son­dern setzt alles dar­an, Flucht­mög­lich­kei­ten zu beschnei­den. Zivil­ge­sell­schaft­li­che Ret­tungs­in­itia­ti­ven wer­den indes kri­mi­na­li­siert.