Afghanische Flüchtlinge: Opfer der Abschreckungsstrategie

Die Schutz­quo­te afgha­ni­scher Flücht­lin­ge geht mas­siv zurück – dabei arbei­tet das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) oft man­gel­haft: Mehr als die Hälf­te der Afghan*innen, die gegen ihren BAMF-Bescheid kla­gen, bekommt von den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten recht. Mit gutem Grund, denn die Lage in Afgha­ni­stan wird immer unsi­che­rer.

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen

Afgha­ni­stan ist für Flücht­lin­ge nicht sicher – trotz­dem setzt Deutsch­land auf Abschre­ckung und schiebt Men­schen dort­hin ab. Bei aller berech­tig­ten Vor­sicht soll­te aller­dings unter afgha­ni­schen Flücht­lin­gen kei­ne Panik aus­bre­chen. Behaup­tun­gen, die Asyl­an­trä­ge afgha­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger sei­en chan­cen­los, sind falsch. Eini­ge aktu­el­le Hin­wei­se:

Gestrandet in Griechenland: Abgeschobene Afghanen fliehen erneut

Aus Deutsch­land abge­scho­be­ne afgha­ni­sche Schutz­su­chen­de sind oft erneut zur Flucht gezwun­gen. Mitarbeiter*innen von Refu­gee Sup­port Aege­an (RSA), Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on von PRO ASYL in Grie­chen­land, haben vier der abge­scho­be­nen Flücht­lin­ge getrof­fen, die in den Flücht­lings­la­gern der Ägä­is-Inseln und in Athen gestran­det sind.