Wohin treibt Afghanistan: Das Ende eines vierzigjährigen Krieges?

Ver­hand­lun­gen in Doha, Dia­log in Mos­kau: Im Früh­jahr 2019 ist viel von einem mög­li­chen Frie­den in Afgha­ni­stan die Rede. Doch der Ver­lauf der Gesprä­che lässt kaum Raum für Opti­mis­mus. Und: Wür­de ein wie auch immer gear­te­ter Frie­den in Afgha­ni­stan auch das Ende der bei­na­he end­lo­sen His­to­rie der Flucht, Ver­trei­bung und Exil der Bevöl­ke­rung bedeu­ten?

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen

Afgha­ni­stan ist nicht sicher – trotz­dem schiebt Deutsch­land dort­hin ab. Bei aller berech­tig­ten Vor­sicht soll­te aller­dings unter afgha­ni­schen Geflüch­te­ten kei­ne Panik aus­bre­chen. Behaup­tun­gen, die Asyl­an­trä­ge afgha­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger sei­en chan­cen­los, sind falsch. Eben­so wenig sind alle aus­rei­se­pflich­ti­gen Afghan*innen von Abschie­bung bedroht.

Afghanische Flüchtlinge: Opfer der Abschreckungsstrategie

Die Schutz­quo­te afgha­ni­scher Flücht­lin­ge geht mas­siv zurück – dabei arbei­tet das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) oft man­gel­haft: Mehr als die Hälf­te der Afghan*innen, die gegen ihren BAMF-Bescheid kla­gen, bekommt von den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten recht. Mit gutem Grund, denn die Lage in Afgha­ni­stan wird immer unsi­che­rer.