19.03.2010
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Sogenannte Sachleistungen nach AsylbLG

Die Bun­des­re­gie­rung will Aus­wir­kun­gen des Hartz-IV-Urteils des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auf das soge­nann­te Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (Asyl­bLG) prü­fen, heißt es in der Ant­wort (17/979) auf eine Klei­ne Anfra­ge (17/745) der Frak­ti­on Die Lin­ke. Flücht­lin­ge und Gedul­de­te leben in Deutsch­land unter­halb der als ver­fas­sungs­wid­rig erkann­ten Armuts­gren­ze. Nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz erhal­ten sie Regel­leis­tun­gen, die mehr als ein Drit­tel unter den Hartz-IV-Leis­tun­gen

Die Bun­des­re­gie­rung will Aus­wir­kun­gen des Hartz-IV-Urteils des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auf das soge­nann­te Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (Asyl­bLG) prü­fen, heißt es in der Ant­wort (17/979) auf eine Klei­ne Anfra­ge (17/745) der Frak­ti­on Die Lin­ke. Flücht­lin­ge und Gedul­de­te leben in Deutsch­land unter­halb der als ver­fas­sungs­wid­rig erkann­ten Armuts­gren­ze. Nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz erhal­ten sie Regel­leis­tun­gen, die mehr als ein Drit­tel unter den Hartz-IV-Leis­tun­gen lie­gen. Die Sät­ze wur­den vor 17 Jah­ren fest­ge­legt und seit­dem nie wie­der in Fra­ge gestellt oder ange­passt.

Das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz wer­de von dem Grund­ge­dan­ken getra­gen, dass sich Leis­tungs­be­rech­tig­te nach die­sem Gesetz typi­scher­wei­se nur vor­über­ge­hend in Deutsch­land auf­hal­ten, heißt es. ”Daher dür­fen die Grund­leis­tun­gen nach dem Asyl­bLG für eine ein­ge­schränk­te Zeit gerin­ger aus­fal­len als etwa die Leis­tun­gen der Sozi­al­hil­fe“, schreibt die Bun­des­re­gie­rung. Der Kreis derer, denen man einen nur „vor­über­ge­hen­den Auf­ent­halt“ beschei­nig­te, wur­de mit den Jah­ren jedoch immer mehr aus­ge­wei­tet. Asyl­su­chen­den, Gedul­de­ten und auch Men­schen mit einem huma­ni­tä­ren Auf­ent­halts­sta­tus bleibt ein selbst­be­stimm­tes Leben ver­sagt. PRO ASYL for­dert die Abschaf­fung des Asyl­bLG als dis­kri­mi­nie­ren­des Son­der­ge­setz, das sowohl die Men­schen­wür­de als auch das Sozi­al­staats­prin­zip ver­letzt.

Ant­wort auf die Klei­ne Anfra­ge »

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