31.05.2011
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Sie flohen einst aus Somalia, Eritrea, der Elfenbeinküste und anderen Ländern, in denen ihnen Gewalt und Folter drohten. Sie flohen durch die Sahara irgendwie nach Libyen. Viele von ihnen bekamen dort den Terror von Gaddafis Schergen zu spüren, die die Flüchtlinge im Auftrag der EU von der Weiterreise nach Europa abhielten. Dann flohen die Flüchtlinge

Sie flohen einst aus Somalia, Eritrea, der Elfenbeinküste und anderen Ländern, in denen ihnen Gewalt und Folter drohten. Sie flohen durch die Sahara irgendwie nach Libyen. Viele von ihnen bekamen dort den Terror von Gaddafis Schergen zu spüren, die die Flüchtlinge im Auftrag der EU von der Weiterreise nach Europa abhielten. Dann flohen die Flüchtlinge vor dem libyschen Bürgerkrieg nach Tunesien. Und jetzt sitzen sie fest.

Etwa im Flüchtlingslager Choucha, mitten in der Wüste nahe der libyschen Grenze. 4000 Männer, Frauen und Kinder. Wasser gibt es zu wenig, kaum Toiletten, kaum medizinische Versorgung. Mittlerweile herrschen auch hier Gewalt und Verzweiflung. Die Flüchtlinge in Choucha haben nur eine Hoffnung: Dass sich Staaten bereit erklären, sie aufzunehmen. Denn zurück in ihre Herkunftsländer können sie nicht.

PRO ASYL richtet deshalb zusammen mit medico international, Borderline Europe, Afrique-Europe-Interact, Welcome to Europe und dem Komitee für Grundrechte und Demokratie einen dringenden Appell an die politisch Verantwortlichen auf europäischer Ebene, in Bund, Länder und Gemeinden, die Flüchtlinge zu retten, die im Flüchtlingslager „Choucha“ an der tunesisch-lybischen Grenze festsitzen:

Zum Appell „Voices of Choucha – Fluchtwege öffnen, Flüchtlinge aufnehmen!“

 Tunesien: Hungerstreik von Flüchtlingen aus Choucha  (08.04.13)

 Choucha-Flüchtlinge protestieren in Tunis (01.02.13)

 Ankunft von Flüchtlingen aus Tunesien am heutigen Montag (03.09.12)

 Rheinland-Pfalz fordert Aufnahme von Flüchtlingen (22.11.11)

 Tunesien: Situation im Flüchtlingslager Choucha eskaliert (25.05.11)