01.01.2013

Newsletter Jan 2013

Wie­der star­ben Flücht­lin­ge in der Meer­enge zwi­schen der tür­ki­schen Küs­te und der grie­chi­schen Insel Les­bos. Der Druck, den Deutsch­land, Öster­reich und ande­re EU-Staa­ten seit März 2012 ver­stärkt auf Grie­chen­land aus­üben, zeig­te Wir­kung: Das Land erhöh­te die Zahl der Grenz­po­li­zis­ten an der Evros-Gren­ze, die in Zusam­men­ar­beit mit Fron­tex-Ein­hei­ten Flücht­lin­ge am Über­que­ren des Evros-Flus­ses hin­dern, errich­te­te neue Haft­la­ger für Flücht­lin­ge, ließ Tau­sen­de ein­sper­ren und erhöh­te die Haft­dau­er. Mitt­ler­wei­le ist auch  der 10,4 Kilo­me­ter lan­ge Sperr­zaun fer­tig gestellt, der den ein­zi­gen Abschnitt abdich­tet, an dem die Gren­ze nicht vom Fluss Evros gebil­det wird. Die Fol­ge der Abschot­tung der Evros-Gren­ze waren abseh­bar: Flücht­lin­ge aus Afgha­ni­stan, aus dem Iran, dem Irak und zuneh­mend aus Syri­en ver­su­chen seit­dem, von der Tür­kei aus über das Meer auf die grie­chi­sche Insel Les­bos zu flie­hen. Die Über­fahrt zur Ägä­is-Insel ist gefähr­lich. In der Nacht zum 14.12.2012 star­ben ver­mut­lich 27 Flücht­lin­ge vor der Insel, offen­bar hat nur einer der Pas­sa­gie­re über­lebt. Nach Infor­ma­tio­nen von Bor­der­line Euro­pe hat­te ein FRON­TEX-Patrouil­len­schiff den leb­lo­sen Kör­per des jun­gen Man­nes gebor­gen. Erst im Kran­ken­haus von Myti­li­ni habe sich her­aus­ge­stellt, dass der 20jährige Flücht­ling aus Afgha­ni­stan noch lebt. Die ande­ren Schutz­su­chen­den, unter denen auch Frau­en und Kin­der gewe­sen sein sol­len, stam­men offen­bar aus Afgha­ni­stan oder dem Irak.