06.09.2015

„Dies ist  ein großartiger Akt der Humanität. Er muss der Beginn einer rationalen, auf den Menschenrechten basierenden Flüchtlingspolitik sein“, sagte Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl.

Auch die jetzt in Griechenland angelandeten Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak werden weder in Griechenland noch in Ungarn eine Perspektive haben. Deutschland ist hier in einer besonderen Verantwortung, da in Deutschland europaweit die höchste Zahl an Syrern, Afghanen und Irakern lebt und die Menschen dorthin gehen, wo sie Anknüpfungspunkte haben. „Eine scheinbar gerechte Verteilung nach einer starren Quote ist keine Lösung“, so Burkhardt.

Die Versuche, mit Militäraktionen auf dem Mittelmeer gegen Schlepper vorzugehen, verurteilt Pro Asyl. Dies gefährde Menschenleben. Pro Asyl fordert den Deutschen Bundestag auf,  diesbezüglichen Einsätzen der Bundeswehr nicht zuzustimmen.

„Wir erleben eine Bewährungsprobe für Europa. Alle EU-Staaten haben sich nach internationalem Recht verpflichtet, Flüchtlinge zu schützen und für menschenwürdige Aufnahmebedingungen und faire Asylverfahren zu sorgen. Das muss der Maßstab des politischen Handelns in allen EU-Staaten sein.

„Die gestrige Entscheidung der Bundesregierung darf keine einmalige sein“, formulierte Pro Asyl die Erwartung anlässlich des heute stattfindenden Koalitionsgipfeltreffens. 

 PRO ASYL zur Wiedereinführung der Grenzkontrollen (14.09.15)

 Flüchtlingskrise in Ungarn – Bevorstehender Koalitionsgipfel zur Asylpolitik: (03.09.15)

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