01.10.2010
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Demo in Nostorf (Foto: Flüchtlingsrat Hamburg)

Seit lan­gem kri­ti­sie­ren Betrof­fe­ne und Unter­stüt­zer die Zustän­de im Lager Nostorf/Horst in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Das Lager liegt iso­liert, was zu gro­ßen Pro­ble­men bei der Erreich­bar­keit von Rechts­an­wäl­ten, Ärz­ten und ande­ren Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten führt. Gegen die mise­ra­blen Lebens­be­din­gun­gen haben Flücht­lin­ge vor Ort im Sep­tem­ber mit einem Hun­ger­streik pro­tes­tiert. Der Flücht­lings­rat Ham­burg hat zudem dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Flücht­lin­gen im

Seit lan­gem kri­ti­sie­ren Betrof­fe­ne und Unter­stüt­zer die Zustän­de im Lager Nostorf/Horst in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Das Lager liegt iso­liert, was zu gro­ßen Pro­ble­men bei der Erreich­bar­keit von Rechts­an­wäl­ten, Ärz­ten und ande­ren Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten führt. Gegen die mise­ra­blen Lebens­be­din­gun­gen haben Flücht­lin­ge vor Ort im Sep­tem­ber mit einem Hun­ger­streik pro­tes­tiert.

Der Flücht­lings­rat Ham­burg hat zudem dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Flücht­lin­gen im Lager in vie­len Fäl­len medi­zi­ni­sche Hil­fe ver­wei­gert wird. Wie erst unlängst bekannt wur­de, könn­te die schlech­te medi­zi­ni­sche Betreu­ung sogar ein Todes­op­fer gefor­dert haben. Dem­nach sie eine hoch­schwan­ge­re Gha­nae­rin nicht aus­rei­chend unter­sucht und bera­ten wor­den, was zu einer Tot­ge­burt geführt haben könn­te. Die Staats­an­walt­schaft ermit­telt in dem Fall. Zuletzt wur­de Ende Sep­tem­ber von zwei Flücht­lin­gen Straf­an­zei­ge wegen Belei­di­gung und Nöti­gung gegen Mit­ar­bei­ten­de des medi­zi­ni­schen Diens­tes vor Ort gestellt.

40.000 Men­schen in Deutsch­land wer­den gezwun­gen, in Lagern zu leben. Das bedeu­tet zumeist: Vie­le Men­schen auf engs­tem Raum, kein Pri­vat­le­ben, kei­ne aus­rei­chen­de medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, Anwe­sen­heits­kon­trol­len, Essens­pa­ke­te oder Lebens­mit­tel­gut­schei­ne. Eini­ge Bun­des­län­der zei­gen, dass es auch anders gehen kann.

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