05.01.2010
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Die Zahl der Boots­flücht­lin­ge, die es bis an die spa­ni­sche Küs­te geschafft haben, ist im ver­gan­ge­nen Jahr auf ein Zehn­jah­res­tief gesun­ken. Auf den kana­ri­schen Inseln kamen nur noch 2.242 Flücht­lin­ge und Migran­ten an, was weni­ger als einem Drit­tel der Ankömm­lin­ge im Vor­jahr ent­spricht und weit unter der bis­he­ri­gen Höchst­zahl von 31.600 im Jahr 2006 liegt.

Die Zahl der Boots­flücht­lin­ge, die es bis an die spa­ni­sche Küs­te geschafft haben, ist im ver­gan­ge­nen Jahr auf ein Zehn­jah­res­tief gesun­ken. Auf den kana­ri­schen Inseln kamen nur noch 2.242 Flücht­lin­ge und Migran­ten an, was weni­ger als einem Drit­tel der Ankömm­lin­ge im Vor­jahr ent­spricht und weit unter der bis­he­ri­gen Höchst­zahl von 31.600 im Jahr 2006 liegt.

Spa­ni­ens Pre­mier­mi­nis­ter Jose Luis Rod­ri­guez Zapa­tero bezeich­ne­te den star­ken Rück­gang als Ergeb­nis der ver­schärf­ten Grenz­kon­trol­len und ver­mehr­ter Rück­über­nah­me­ab­kom­men mit afri­ka­ni­schen Her­kunfts- und Tran­sit­staa­ten. Durch die rigi­den Kon­trol­len unter ande­rem durch die euro­päi­sche Grenz­agen­tur FRONTEX sei die Zahl der ankom­men­den Flücht­lin­ge und Migran­ten in Spa­ni­en im Ver­gleich zu 2008 ins­ge­samt um die Hälf­te auf etwa 7.000 gesun­ken.

Was in Spa­ni­en als Erfolg im „Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on“ gefei­ert wird, ist vor allem ein Sym­ptom der flücht­lings­feind­li­chen Abschot­tungs­po­li­tik Euro­pas. Unter Miss­ach­tung des Völ­ker­rechts wer­den Flücht­lin­ge in Tran­sit­staa­ten zurück­ge­drängt. Die Rou­ten der Boots­flücht­lin­ge wer­den immer län­ger und dadurch gefähr­li­cher. Wie vie­le Men­schen auf ihrem Weg nach Euro­pa ver­hun­gern, ver­durs­ten oder ertrin­ken, wird nicht erho­ben.

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