30.08.2010
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Nach einem wochen­lan­gen Hun­ger­streik haben sechs Ira­ner in Grie­chen­land poli­ti­sches Asyl erhal­ten. Einer der Hun­ger­strei­ken­den war am Vor­tag deut­lich geschwächt in ein Kran­ken­haus gebracht wor­den. Unter den Hun­ger­strei­ken­den befin­det sich auch der ira­ni­sche Flücht­ling Sey­ed Rou­hol­lah Rau­fi Kalach­ay­eh (28). Er wur­de vor ein­ein­halb Jah­ren aus Deutsch­land nach Grie­chen­land abge­scho­ben. Seit­dem war­tet er auf die Durch­füh­rung

Nach einem wochen­lan­gen Hun­ger­streik haben sechs Ira­ner in Grie­chen­land poli­ti­sches Asyl erhal­ten. Einer der Hun­ger­strei­ken­den war am Vor­tag deut­lich geschwächt in ein Kran­ken­haus gebracht wor­den. Unter den Hun­ger­strei­ken­den befin­det sich auch der ira­ni­sche Flücht­ling Sey­ed Rou­hol­lah Rau­fi Kalach­ay­eh (28). Er wur­de vor ein­ein­halb Jah­ren aus Deutsch­land nach Grie­chen­land abge­scho­ben. Seit­dem war­tet er auf die Durch­füh­rung sei­nes Asyl­ver­fah­rens. Er und die ande­ren ira­ni­schen Flücht­lin­ge kri­ti­sier­ten, dass ihre Anträ­ge auf Asyl in eini­gen Fäl­len seit acht Jah­ren unbe­ar­bei­tet sind und zwi­schen den Behör­den hin- und her­ge­scho­ben wor­den sei­en.
Sey­ed Rou­hol­lah: „Bei mei­ner Abschie­bung sag­ten die deut­schen Poli­zis­ten ‚In Athen wird für dich gesorgt‘. Aber das war eine offen­sicht­li­che Lüge. Die Situa­ti­on ist für uns uner­träg­lich, wir leben wie Tie­re auf der Stra­ße. Der Hun­ger­streik ist unse­re letz­te Hoff­nung, end­lich das Asyl­ver­fah­ren und irgend­wann ein nor­ma­les Leben begin­nen zu kön­nen.“

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