09.09.2010
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Bei sei­ner heu­ti­gen Sit­zung hat das Euro­pa­par­la­ment eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, die sich gegen die mas­sen­haf­ten Abschie­bun­gen von Roma in Frank­reich wen­det und die Regie­rung von Prä­si­dent Sar­ko­zy scharf kri­ti­siert. Die Reso­lu­ti­on wur­de von den Frak­tio­nen der Sozi­al­de­mo­kra­ten, Grü­nen, Lin­ken und Libe­ra­len ein­ge­bracht. Ein Gegen­an­trag von Kon­ser­va­ti­ven und Rech­ten, der Abschie­bun­gen von EU-Bür­gern dul­den woll­te, fand

Bei sei­ner heu­ti­gen Sit­zung hat das Euro­pa­par­la­ment eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, die sich gegen die mas­sen­haf­ten Abschie­bun­gen von Roma in Frank­reich wen­det und die Regie­rung von Prä­si­dent Sar­ko­zy scharf kri­ti­siert. Die Reso­lu­ti­on wur­de von den Frak­tio­nen der Sozi­al­de­mo­kra­ten, Grü­nen, Lin­ken und Libe­ra­len ein­ge­bracht. Ein Gegen­an­trag von Kon­ser­va­ti­ven und Rech­ten, der Abschie­bun­gen von EU-Bür­gern dul­den woll­te, fand hin­ge­gen kei­ne Mehr­heit.

In der Reso­lu­ti­on wer­den „erheb­li­che Beden­ken in Bezug auf die Maß­nah­men des fran­zö­si­schen Staa­tes und ande­rer Mit­glied­staa­ten mit dem Ziel der Aus­wei­sung der Roma gel­tend gemacht“. Das Par­la­ment for­dert dazu auf, alle „Aus­wei­sun­gen von Roma aus­zu­set­zen“ und weist dar­auf hin, dass die Abnah­me der Fin­ger­ab­drü­cke von aus­ge­wie­se­nen Roma rechts­wid­rig sei und gegen EU-Richt­li­ni­en ver­sto­ße.

EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Manu­el Bar­ro­so war erst ges­tern hef­tig in die Kri­tik gera­ten, als er wäh­rend sei­ner Rede zur Lage der EU die Abschie­bun­gen von Roma mit kei­nem Wort erwähn­te. Seit Jah­res­be­ginn hat Frank­reich mehr als 8.000 Roma nach Bul­ga­ri­en und Rumä­ni­en abge­scho­ben. Es han­delt sich um EU-Bür­ger, für die das Prin­zip der Frei­zü­gig­keit inner­halb der Uni­on gilt. Gegen die Abschie­be­po­li­tik der Regie­rung hat­te es am Wochen­en­de bereits in ganz Frank­reich Demons­tra­tio­nen gege­ben.

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