11.06.2010

Akti­on zum Inter­na­tio­na­len Tag des Flücht­lings

Am 14. Juni 2010 um 9.30 Uhr

Vor der Fran­zö­si­schen Fried­rich­stadt­kir­che am Gen­dar­men­markt

(U-Bahn Stadt­mit­te (U2, U6), S-Bahn Fried­rich­stras­se (15 Min. Fuß­weg)

Anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Tag des Flücht­lings am 20. Juni 2010 ruft der Euro­päi­sche Flücht­lings­rat ECRE euro­pa­weit zu sym­bo­li­schen Aktio­nen für den Schutz von Flücht­lin­gen auf. Zu Beginn des 10. Ber­li­ner Sym­po­si­ums zum Flücht­lings­schutz span­nen PRO ASYL und der Ber­li­ner Flücht­lings­rat, GRIPS-Thea­ter und wei­te­re Ver­tre­ter von Flücht­lings­in­itia­ti­ven des­halb am Mon­tag­mor­gen hun­dert gro­ße „Schutz­schir­me für Flücht­lings­rech­te“ auf. Euro­pa­weit fin­den in der glei­chen Woche Pro­test­ak­tio­nen, Kon­zer­te und vie­les mehr statt.

Auf dem Ber­li­ner Sym­po­si­um spricht um 10 Uhr Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Frau Leu­theus­ser-Schnar­ren­ber­ger, am Diens­tag um 9 Uhr der Hohe Flücht­lings­kom­mis­sar der Ver­ein­ten Natio­nen, Antó­nio Guter­res. Das wei­te­re Pro­gramm wird von nam­haf­ten Refe­ren­ten aus Poli­tik und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen gestal­tet, dar­un­ter Dr. Ole Schrö­der, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren.

Die Akti­on wird durch­ge­führt um zu demons­trie­ren, dass Flücht­lin­ge einen Schutz­schirm benö­ti­gen. Beson­ders zu schüt­zen sind Flücht­lings­kin­der. Die vor kur­zem beschlos­se­ne Rück­nah­me des Vor­be­halts gegen die UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on muss nun prak­ti­sche Fol­gen haben. Die Bun­des­re­gie­rung muss ihre Blo­cka­de­po­li­tik gegen Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge der EU-Kom­mis­si­on bezo­gen auf UMF und der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen in Euro­pa auf­ge­ben. Hier­zu gehört auch, dass sich Deutsch­land einer Tei­lung der Ver­ant­wor­tung für den Flücht­lings­schutz nicht län­ger ver­wei­gert. Min­der­jäh­ri­ge gehö­ren gene­rell nicht in Haft, sie sind erst ab 18 voll­jäh­rig. Die soge­nann­te Asyl­mün­dig­keit, fest­ge­zurrt im deut­schen Asyl­ver­fah­rens­recht muss ver­än­dert wer­den. Eine Anpas­sung der Geset­ze auf Bun­des­ebe­ne sowie eine Ände­rung des prak­ti­schen Umgangs mit Min­der­jäh­ri­gen muss die Fol­ge der Rück­nah­me der Vor­be­hal­te sein.

Für Inter­views ste­hen Gün­ter Burk­hardt, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL, sowie Marei Pel­zer, rechts­po­li­ti­sche Refe­ren­tin, und Karl Kopp, Euro­pa­re­fe­rent, zur Ver­fü­gung.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:

Flücht­lings­rat Ber­lin e.V., Tel. 030 24 344 57 62, E-Mail buero@fluechtlingsrat-berlin.de

PRO ASYL, Tel. 069 23 06 95, E-Mail presse@proasyl.de

 Schutz­schir­me für Flücht­lin­ge (17.06.10)

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