21.09.2010
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Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­han­delt am 28. Okto­ber über die Dub­lin-Über­stel­lun­gen nach Grie­chen­land. PRO ASYL hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de unter­stützt. Der Beschwer­de­füh­rer ist ira­ki­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger, der in in Deutsch­land Asyl begehrt. Auf­grund der EU-Zustän­dig­keits­ver­ord­nung Dub­lin II wur­de er auf Grie­chen­land ver­wie­sen, wo er sein Asyl­ver­fah­ren durch­lau­fen soll. Nach der Dub­lin II-Ver­ord­nung ist der Ort der Ein­rei­se in die

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­han­delt am 28. Okto­ber über die Dub­lin-Über­stel­lun­gen nach Grie­chen­land. PRO ASYL hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de unter­stützt. Der Beschwer­de­füh­rer ist ira­ki­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger, der in in Deutsch­land Asyl begehrt. Auf­grund der EU-Zustän­dig­keits­ver­ord­nung Dub­lin II wur­de er auf Grie­chen­land ver­wie­sen, wo er sein Asyl­ver­fah­ren durch­lau­fen soll. Nach der Dub­lin II-Ver­ord­nung ist der Ort der Ein­rei­se in die EU ent­schei­dend für die Zustän­dig­keit für die Asyl­prü­fung. Der ira­ki­sche Asyl­su­chen­de macht in sei­ner Ver­fas­sungs­be­schwer­de gel­tend, dass er nicht nach Grie­chen­land über­stellt wer­den darf. Die Pra­xis der grie­chi­schen Behör­den im Umgang mit den Schutz­be­geh­ren Asyl­su­chen­der sei unzu­läng­lich. Der Zugang zum Asyl­ver­fah­ren sto­ße für vie­le auf prak­tisch nicht über­wind­ba­re Schwie­rig­kei­ten. Die Bear­bei­tung der Asyl­an­trä­ge sei unzu­rei­chend. Auch sei die Ver­sor­gung der Asyl­be­wer­ber defi­zi­tär. All dies erfor­de­re die Gewäh­rung von Eil­rechts­schutz gegen­über der Abschie­bung. Der Aus­schluss von Eil­recht­schutz sei ver­fas­sungs­wid­rig. Er ver­sto­ße zudem gegen euro­pa- und men­schen­recht­li­che Vor­ga­ben.

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 Doku­men­ta­ti­on über unmensch­li­che Zustän­de in Grie­chen­land  (11.10.10)