12.06.2009
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In der kom­men­den Woche beginnt im Bay­ri­schen Land­tag ein Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zur Lager­un­ter­brin­gung von Asyl­be­wer­bern. Vom 11.–14. Juni fin­den des­halb in Mün­chen zahl­rei­che Aktio­nen statt, um auf die Situa­ti­on von Flücht­lin­gen in Lagern auf­merk­sam zu machen. Laut dem Bay­ri­schen Flücht­lings­rat, der die Pro­tes­te orga­ni­siert, gibt es aller­dings Pro­ble­me für eini­ge Teil­neh­mer. Dem­nach wei­ger­te sich die Baye­ri­sche

In der kom­men­den Woche beginnt im Bay­ri­schen Land­tag ein Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren zur Lager­un­ter­brin­gung von Asyl­be­wer­bern. Vom 11.–14. Juni fin­den des­halb in Mün­chen zahl­rei­che Aktio­nen statt, um auf die Situa­ti­on von Flücht­lin­gen in Lagern auf­merk­sam zu machen.

Laut dem Bay­ri­schen Flücht­lings­rat, der die Pro­tes­te orga­ni­siert, gibt es aller­dings Pro­ble­me für eini­ge Teil­neh­mer. Dem­nach wei­ger­te sich die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung, die Flücht­lin­ge zu den Demons­tra­tio­nen gegen Flücht­lings­la­ger anrei­sen zu las­sen. Damit wird den Flücht­lin­gen von genau der Behör­de, gegen die sich ihr Pro­test rich­tet, die Teil­nah­me an den Aktio­nen unter­sagt. Der Besuch der Aktio­nen ohne Erlaub­nis kann für Flücht­lin­ge ernst­haf­te Kon­se­quen­zen wie Geld- oder Gefäng­nis­stra­fen haben, wes­halb vie­le sich nicht trau­en, nach Mün­chen zu fah­ren.

PRO ASYL for­dert eine Abschaf­fung der Lager­un­ter­brin­gung. Abseits der öffent­li­chen Wahr­neh­mung fris­ten gedul­de­te Asyl­be­wer­ber und Asyl­be­wer­be­rin­nen eine Exis­tenz in aus­ge­dien­ten Kaser­nen, Schu­len und Con­tai­nern unter Bedin­gun­gen, die psy­chisch und phy­sisch krank machen. Beson­ders Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern sowie trau­ma­ti­sier­te Men­schen lei­den unter dem Man­gel an Pri­vat­sphä­re und Hygie­ne­stan­dards in die­sen Lagern.

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 Lager­un­ter­brin­gung ist enor­me Steu­er­ver­schwen­dung (01.12.09)