Artikel Nr.: 1062
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Im Schatten der Zitadelle – Der Einfluss des europäischen Migrationsregimes auf Drittstaaten

Dezember 2013

Die euro­päi­sche Kon­trol­le der Flucht- und Migra­ti­ons­be­we­gun­gen beginnt nicht erst an den euro­päi­schen Außen­gren­zen, son­dern reicht weit dar­über hin­aus. Indem die Euro­päi­sche Uni­on die Ein- und Aus­wan­de­rungs­po­li­tik in den Anrai­ner­staa­ten zu regeln und zu steu­ern ver­sucht, hat sie gleich­sam eine exter­ri­to­ria­le Zone zur Iso­lie­rung und Ein­däm­mung von Flucht und Migra­ti­on jen­seits ihrer Gren­zen abge­steckt.

Die hier doku­men­tier­ten exem­pla­ri­schen Stu­di­en aus dem Sene­gal, aus Mau­re­ta­ni­en, Tune­si­en, der Tür­kei und der Repu­blik Mol­dau bezeu­gen, was im Schat­ten der euro­päi­schen Zita­del­le vor sich geht. Sie füh­ren vor Augen, wie die Vor­ga­ben und exter­ri­to­ria­len Ein­grif­fe der euro­päi­schen Migra­ti­ons­ab­wehr bis­lang offe­ne Räu­me des Tran­sits und des Ver­wei­lens schlie­ßen, wie sich die­se Räu­me für Flücht­lin­ge und Migrant_innen in gefäng­nis­ähn­li­che Orte ver­wan­deln, und wie die betrof­fe­nen Gesell­schaf­ten sozia­len Zusam­men­halt und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lungs­po­ten­tia­le ver­lie­ren.

Her­aus­ge­ber: STIFTUNG PRO ASYL, med­ico inter­na­tio­nal, Brot für die Welt