Frontalangriff auf den Rechtsstaat: Zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern eines Gesetzes zur Einführung beschleunigter Asylverfahren

November 2015

Der­zeit wird inner­halb der Gro­ßen Koali­ti­on ein Gesetz­ent­wurf ver­han­delt, der bis Weih­nach­ten im Schnell­ver­fah­ren ver­ab­schie­det wer­den soll. Damit soll der Beschluss der Par­tei­vor­sit­zen­den von CDU, CSU und SPD vom 5. Novem­ber 2015 umge­setzt wer­den. Der über­ar­bei­te­te Refe­ren­ten­ent­wurf vom 19.11.2015 ent­hält mas­si­ve Ver­schär­fun­gen des Asyl­rechts, die mit dem Rechts­staats­prin­zip nicht zu ver­ein­ba­ren sind.

Es sind fol­gen­de Ver­schär­fun­gen vor­ge­se­hen: Aus­he­be­lung des Rechts­staats durch beschleu­nig­te Asyl­ver­fah­ren, völ­li­ger Aus­schluss vom Asyl­ver­fah­ren wegen Resi­denz­pflicht­ver­sto­ßes, Fami­li­en­tren­nun­gen, Abschie­bun­gen von Kran­ken. PRO ASYL begrün­det nach­fol­gend, war­um die geplan­ten Ver­schär­fun­gen den Grund‐ und Men­schen­rech­ten wider­spre­chen.