Flüchtlinge im Labyrinth

September 2012

Die ver­geb­li­che Suche nach Schutz im euro­päi­schen Dub­lin-Sys­tem

Für Flücht­lin­ge ist das euro­päi­sche Asyl­sys­tem ein undurch­sich­ti­ges Laby­rinth. Auf der Suche nach Schutz kom­men sie nach Euro­pa und sehen sich einem tech­no­kra­ti­schen Asyl­zu­stän­dig­keits­sys­tem aus­ge­lie­fert, das sich nicht um ihre Bedürf­nis­se küm­mert, son­dern sie von Land zu Land schickt. Denn Flücht­lin­ge kön­nen sich in der EU ihr Ziel­land nicht selbst aus­su­chen. Stel­len sie am fal­schen Ort ihren Asyl­an­trag, wer­den sie in das für sie zustän­di­ge Land zurück­ge­scho­ben.

Wie aber sol­len Flücht­lin­ge Schutz fin­den, wenn sie in Län­dern wie Ita­li­en, Grie­chen­land oder Ungarn kei­ne funk­tio­nie­ren­den Asyl- und Auf­nah­me­sys­te­me vor­fin­den und die ande­ren EU-Län­der sie immer wie­der dort­hin zurück­schie­ben?

Her­aus­ge­ber: PRO ASYL, Dia­ko­nie Bun­des­ver­band, Dia­ko­nie in Hes­sen und Nas­sau