01.11.2014

Newsletter Nov 2014

Die Ein­sicht wächst, dass das Dub­lin-Sys­tem, die Dub­lin-III-Ver­ord­nung, geschei­tert ist, selbst bei jenen, die die­se unmensch­li­che und unfai­re Asyl­zu­stän­dig­keits­re­ge­lung bis­lang zum Grund­pfei­ler der euro­päi­schen Asyl­po­li­tik erklärt hat­ten. Nach­dem die Zahl der Flücht­lin­ge auch in den Staa­ten im Zen­trum der EU ange­stie­gen ist, wol­len Deutsch­land und ande­re EU-Staa­ten aus der Mit­te plötz­lich einen ande­ren Mecha­nis­mus. In Mode ist aktu­ell das Stich­wort „Quo­ten­ver­tei­lung“. PRO ASYL hat sich in einer News am 15. Okto­ber 2014 ein­deu­tig geäu­ßert: Quo­ten­ver­tei­lung ist kei­ne Lösung! Ange­sichts eines wei­ter­hin nicht exis­tie­ren­den gemein­sa­men Asyl­sys­tems in der EU sei die Idee, etwa Asyl­su­chen­de nach dem deut­schen Modell des König­stei­ner Schlüs­sels zu ver­tei­len, zum Schei­tern ver­ur­teilt. Ein Zwangs­ver­tei­lungs­pro­gramm von Schutz­su­chen­den in 32 euro­päi­sche Staa­ten wer­de ledig­lich die Dub­lin-Büro­kra­tie durch eine noch mons­trö­se­re EU-Büro­kra­tie erset­zen.