01.08.2013

Newsletter Aug 2013

Nach dem Wil­len der aus­tra­li­schen Regie­rung sol­len Boots­flücht­lin­ge am bes­ten tau­sen­de Kilo­me­ter vom Kon­tin­gent ent­fernt blei­ben. Über die leicht ver­än­der­te Neu­auf­la­ge der soge­nann­ten „Pazi­fi­schen Lösung“ hat PRO ASYL in einer News vom 23. Juli 2013 berich­tet. Mit Nau­ru und Papua-Neu­gui­nea wur­de ver­ab­re­det, soge­nann­te Off­shore-Ver­fah­ren ein­zu­füh­ren. Damit ver­ab­schie­det man sich prak­tisch vom Flücht­lings­schutz. Das Modell „Wir kau­fen uns einen Staat oder einen Lan­des­teil“ wird sicher in ande­ren Tei­len der Welt auf­merk­sam beob­ach­tet. Will­fäh­ri­ge „auf­nah­me­be­rei­te Dritt­staa­ten“ oder Lager in Nord­afri­ka waren z.B. in den 90er Jah­ren auch in der EU in der Dis­kus­si­on. Mit teil­wei­se sehr ähn­li­chen huma­ni­tär daher kom­men­den Begrün­dun­gen: Man erspa­re auf die­se Wei­se Flücht­lin­gen den gefähr­li­chen Weg übers Meer. Ins­be­son­de­re in Nau­ru dürf­te die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen bzw. die ver­mut­lich indi­rekt mit der Bereit­schaft zur Auf­nah­me ver­bun­de­nen zusätz­li­chen Mit­tel­flüs­se künf­tig den wich­tigs­ten Ein­nah­me­pos­ten im Staats­haus­halt dar­stel­len.