03.02.2014

In Euro­pa besteht die Gefahr einer rechts­po­pu­lis­ti­schen Wen­de. Vom Front Natio­nal in Frank­reich könn­ten rund 25 Pro­zent der Wäh­ler akti­viert wer­den, die rechts­po­pu­lis­ti­sche FPÖ in Öster­reich und die ras­sis­ti­sche „Par­tei der Frei­heit“ in den Nie­der­lan­den könn­ten zu den stärks­ten poli­ti­schen Kräf­ten wer­den. In ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern wer­den Rechts­po­pu­lis­ten und sogar Rechts­ex­tre­mis­ten vor­aus­sicht­lich die Drei-Pro­zent-Hür­de bei den Wah­len zum Euro­pa­par­la­ment über­sprin­gen.

In Deutsch­land fin­den Par­tei­en wie die NPD, die »Pro«-Bewegung oder Repu­bli­ka­ner nur gerin­ge Reso­nanz. Pro­ble­ma­tisch ist es, wenn deren Paro­len von eta­blier­ten Par­tei­en wie der CSU auf­ge­grif­fen wer­den. „Die Gefahr kommt aus der Mit­te der Gesell­schaft. Dort sind ras­sis­ti­sche Ein­stel­lun­gen und Res­sen­ti­ments gegen Min­der­hei­ten gewach­sen und gesell­schafts­fä­hig gewor­den“, war­nen der Inter­kul­tu­rel­le Rat und PRO ASYL in einem gemein­sa­men Auf­ruf. Dies mach­ten sich Rechts­po­pu­lis­ten, Kul­tur­ras­sis­ten und Rechts­ex­tre­me zunut­ze und agi­tie­ren gegen Flücht­lin­ge, Mus­li­me oder Men­schen aus Ost- und Süd­ost­eu­ro­pa, die von ihrem Recht auf Frei­zü­gig­keit Gebrauch machen.

Der Inter­kul­tu­rel­le Rat und PRO ASYL rufen die Men­schen in Deutsch­land dazu auf, sich die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen­zu­stel­len. Sie bit­ten um Unter­stüt­zung des Auf­ru­fes „Nein zum Ras­sis­mus in Euro­pa“. In dem Auf­ruf wird betont: „Die Men­schen­rech­te sind die Grund­la­ge unse­rer Gesell­schaft. Die Euro­pa­wah­len dür­fen nicht den Fein­den der Men­schen­rech­te über­las­sen wer­den.“

Ange­regt wird eine akti­ve Teil­nah­me bei den über Tau­send Ver­an­stal­tun­gen zu den Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus vom 10.–23. März 2014. Hier stel­len sich Zehn­tau­sen­de den Rechts­po­pu­lis­ten und Ras­sis­ten ent­ge­gen.

Auf­ruf „Nein zum Ras­sis­mus in Euro­pa“  (PDF)

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