26.05.2014

„Die Par­tei­en haben es ver­säumt, das beschränk­te und gefähr­li­che Welt­bild hin­ter den Paro­len der Recht­po­pu­lis­ten zu ent­tar­nen“, so Gün­ter Burk­hardt, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL.

PRO ASYL warnt vor einem Rechts­ruck in der Migra­ti­ons- und Flücht­lings­po­li­tik. „Das macht die rech­ten Par­tei­en nur noch stär­ker“ so Burk­hardt. Wenn sich Volks­par­tei­en in Angst vor dem Wahl­er­folg rech­ter Par­tei­en selbst natio­na­lis­ti­scher Poli­tik bedie­nen, wer­den rech­te Posi­tio­nen zuneh­mend als nor­mal emp­fun­den. Das gebe letzt­lich rechts­ex­tre­men und recht­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en auf­trieb.

Aus der Per­spek­ti­ve der Men­schen­rech­te und des Flücht­lings­schut­zes ist der Stim­men­ge­winn von rechts­po­pu­lis­ti­schen und rechts­ex­tre­men Par­tei­en bei der Euro­pa­wahl  äußerst besorg­nis­er­re­gend. Statt klein­ka­rier­te natio­na­lis­ti­sche Inter­es­sen zu ver­fol­gen, müs­sen die Par­tei­en end­lich für eine kohä­ren­te Men­schen­rechts­po­li­tik ein­tre­ten.

Gera­de in der Flücht­lings­po­li­tik müs­sen die EU-Staa­ten damit auf­hö­ren, sich die  Ver­ant­wor­tung für den Schutz von Flücht­lin­gen wech­sel­sei­tig zuzu­schie­ben. Das in der Dub­lin-Ver­ord­nung zum Aus­druck kom­men­de  Mot­to „Flücht­lings­schutz ja, aber nicht hier bei uns“ muss end­lich einer Poli­tik wei­chen, die dem natio­na­lis­ti­schen Ego­is­mus der Rech­ten offen­siv begeg­net, indem sie für ein soli­da­ri­sches Euro­pa der Men­schen­rech­te ein­tritt.

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