10.03.2017

PRO ASYL kri­ti­siert die fak­ten­frei und popu­lis­tisch geführ­te Debat­te über die Ein­stu­fung der Maghreb-Staa­ten als sicher. »Weder die Men­schen­rechts­la­ge in die­sen Staa­ten noch die Kri­te­ri­en des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts (BVerfG) las­sen die­se Ein­stu­fung zu«, sagt PRO ASYL-Geschäfts­füh­rer Gün­ter Burk­hardt.

»Die Befür­wor­ter des Geset­zes haben kei­ne stich­hal­ti­gen Argu­men­te«, kri­ti­siert Burk­hardt wei­ter. »Wenn Men­schen­rech­te ernst genom­men wer­den, darf die­ses Gesetz kei­ne ein­zi­ge Stim­me bekom­men, erst recht nicht die eines grü­nen Minis­ter­prä­si­den­ten. Für Kret­sch­mann hat der Koali­ti­ons­frie­de aber Vor­rang vor Men­schen­rech­ten.«

PRO ASYL wirft der Bun­des­re­gie­rung und eini­gen Minis­ter­prä­si­den­ten vor, sich die Lage in den Maghreb-Staa­ten so zurecht­zu­bie­gen, bis sie passt. Zudem wird die Dis­kus­si­on im Vor­wahl­kampf auf­ge­bauscht. Von allen Asyl­an­trä­gen 2016 – näm­lich 745.545 – ent­fiel die Zahl der Asyl­su­chen­den aus Alge­ri­en, Tune­si­en und Marok­ko auf gera­de mal rund 8.900. Das ist etwas mehr als 1%.

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