25.04.2026

In Zei­ten der zuneh­men­den Angrif­fe auf Men­schen­rech­te und Flücht­lings­schutz müs­sen der Rechts­staat und die Rech­te von Flücht­lin­gen ver­tei­digt wer­den. Das betont das PRO ASYL-Netz­werk und kün­digt an, künf­tig auch vor Gericht gegen die Ver­schär­fun­gen des EU-Asyl­pakts (GEAS) vorzugehen.

„Den Angrif­fen stel­len wir uns bewusst, kon­se­quent und soli­da­risch ent­ge­gen. Wir kämp­fen für das Recht auf Schutz, ein Leben in Wür­de und Glück. Wir benen­nen Rechts­brü­che, ver­tei­di­gen Schutz­rech­te, unter­stüt­zen Betrof­fe­ne, schaf­fen Öffent­lich­keit und wen­den uns gegen jede Poli­tik, die auf Abschre­ckung, Aus­gren­zung und Ent­wür­di­gung setzt“, steht in der am Frei­tag ver­ab­schie­de­ten Schmer­len­ba­cher Erklä­rung zum Flücht­lings­schutz.

Ange­sichts des mas­si­ven Abbaus der Flücht­lings­rech­te heißt es wei­ter: „Wir wei­gern uns, die Ent­rech­tung Schutz­su­chen­der als neue Nor­ma­li­tät hin­zu­neh­men. Wir wider­spre­chen einer Poli­tik, die Leid und Tod an den Gren­zen hin­nimmt und die Aus­höh­lung von Recht als Hand­lungs­fä­hig­keit ver­kauft. Rechts­bin­dung ist kein Hin­der­nis. Flücht­lings­schutz ist kein Gna­den­akt, son­dern eine recht­li­che, poli­ti­sche und mora­li­sche Verpflichtung.“

Ein Fron­tal­an­griff auf das euro­päi­sche und deut­sche Flücht­lings­recht ist das neue Gemein­sa­me Euro­päi­sche Asyl­sys­tem (GEAS), das vom 12. Juni an in den EU-Mit­glied­staa­ten ange­wen­det wird. Das PRO ASYL-Netz­werk erwar­tet unter ande­rem, dass mehr Men­schen zu Unrecht im Asyl­ver­fah­ren abge­lehnt und von neu­en har­ten Abschie­bungs- und Haft­re­ge­lun­gen betrof­fen sein werden.

Hali­ma Gut­ale, Vor­sit­zen­de der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft PRO ASYL, kün­digt an: „Wir sind vor­be­rei­tet. Wir doku­men­tie­ren Rechts­brü­che, ver­tei­di­gen Grund­rech­te, unter­stüt­zen Betrof­fe­ne, schaf­fen Öffent­lich­keit und wer­den gegen Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen infol­ge der GEAS-Umset­zung vor natio­na­len und inter­na­tio­na­len Gerich­ten kla­gen. Die­se Poli­tik der Abschre­ckung, Aus­gren­zung und Ent­wür­di­gung muss gestoppt werden.“

Jubi­lä­ums­jahr: 40 Jah­re PRO ASYL

PRO ASYL fei­ert im Sep­tem­ber 2026 das vier­zig­jäh­ri­ge Bestehen der Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on unter dem Mot­to: „40 Jah­re PRO ASYL – und das ist erst der Anfang.“ Zum Auf­takt des Jubi­lä­ums­jah­res tra­fen sich vom 22. bis 24. April mehr als 60 Mit­glie­der der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft PRO ASYL in Schmer­len­bach. Zusam­men mit inter­na­tio­na­len Gäs­ten aus USA und Grie­chen­land dis­ku­tier­ten die Teil­neh­men­den über die Angrif­fe auf Men­schen­rech­te, Flücht­lings­rech­te und Rechts­staat und ent­wi­ckel­ten wirk­sa­me Handlungsstrategien.

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