19.09.2020

Mit­glie­der­ver­samm­lung wählt Dr. Bea­te Wag­ner, RA Tim Klie­be, Dr. Fes­sum Ghirm­a­zi­on und Doris Peschke

Frank­furt am Main. Am Sams­tag, den 19. Sep­tem­ber 2020 wähl­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung des För­der­ver­eins PRO ASYL in Frank­furt am Main einen neu­en Vor­stand.

Zur neu­en Vor­sit­zen­den wur­de Dr. Bea­te Wag­ner (57) gewählt. Die Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin war 14 Jah­re lang Gene­ral­se­kre­tä­rin der Deut­schen Gesell­schaft für die Ver­ein­ten Natio­nen e.V. und zugleich Mit­glied im Koor­di­nie­rungs­kreis des zivil­ge­sell­schaft­li­chen Forums Men­schen­rech­te. Seit 2016 ist sie Geschäfts­füh­re­rin der Glo­bal Young Aca­de­my.

Neu­er Schatz­meis­ter ist Rechts­an­walt Tim Klie­be aus Frank­furt. Klie­be (45) leis­tet seit fast 15 Jah­ren Geflüch­te­ten rechts­an­walt­li­chen Bei­stand und ist dar­über hin­aus als Rechts­be­ra­ter der Dia­ko­nie Hes­sen Mit­glied in der Rechts­be­ra­ter­kon­fe­renz. Klie­be war zuvor zwei Jah­re als Bei­sit­zer im Vor­stand des För­der­ver­eins aktiv.

Als Beisitzer*innen neu gewählt wur­den Dr. Fes­sum Ghirm­a­zi­on und Doris Peschke. Ghirm­a­zi­on (39) ist Poli­ti­scher Sekre­tär beim Vor­stand der IG Metall im Res­sort Migra­ti­on und Teil­ha­be, ist im The­men­be­reich Arbeits­mi­gra­ti­on pro­mo­viert und Diver­si­ty-Trai­ner. Doris Peschke (63) war als stu­dier­te Theo­lo­gin von 1999 bis 2018 Gene­ral­se­kre­tä­rin der Kom­mis­si­on der Kir­chen für Migran­ten in Euro­pa (CCME) in Brüs­sel und ist bei der Dia­ko­nie Hes­sen tätig.

Die neue Vor­sit­zen­de Dr. Bea­te Wag­ner nann­te »das Ein­tre­ten für eine kohä­ren­te Asyl­po­li­tik, die auf den Men­schen­rech­ten basiert« als eines ihrer zen­tra­len Anlie­gen. Wag­ner kri­ti­sier­te die euro­päi­sche Flücht­lings­po­li­tik der ver­gan­ge­nen Jah­re: »Selbst bei gerin­gen Zugangs­zah­len wer­den Tote an den EU-Außen­gren­zen hin­ge­nom­men und Asyl­su­chen­den im Land ihre Rech­te vor­ent­hal­ten«. PRO ASYL habe die Auf­ga­be, »wie bis­her klar, prä­zi­se, nach­fas­send und hart die poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen dazu zu ver­an­las­sen, end­lich wie­der Flücht­lings- und Men­schen­rech­te zu ach­ten«, so Wag­ner.

Der neu­ge­wähl­te Vor­stand kün­digt an, die erfolg­rei­che Arbeit des bis­he­ri­gen Vor­stands wei­ter­zu­füh­ren. Exis­ten­zi­ell wich­tig sei, dass PRO ASYL finan­zi­ell unab­hän­gig blei­be, um wir­kungs­voll für die Rech­te von Flücht­lin­gen ein­tre­ten zu kön­nen.

Nicht mehr kan­di­diert haben Andre­as Lipsch (Vor­sit­zen­der), Andre­as Schwant­ner (Schatz­meis­ter), sowie Lea Rosen­berg (Bei­sit­ze­rin). Ehren­vor­sit­zen­der und Mit­be­grün­der von PRO ASYL, Dr. Jür­gen Micksch dank­te den schei­den­den Vor­stands­mit­glie­dern für das jah­re­lan­ge Enga­ge­ment für PRO ASYL.

PRO ASYL ist eine Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on mit Sitz in Frank­furt am Main. Sie setzt sich für den Schutz und die Rech­te von asyl­su­chen­den Men­schen in Deutsch­land und Euro­pa ein. PRO ASYL zählt rund 25.000 Mit­glie­der. Der Vor­stand von PRO ASYL ist ehren­amt­lich aktiv.

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