23.11.2012

Anläss­lich des 20. Jah­res­ta­ges der Brand­an­schlä­ge von Mölln gedenkt die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft PRO ASYL Bahi­de Ars­lan, Yeliz Ars­lan und Ayse Yil­maz. Die Mor­de von Mölln müs­sen auch heu­te eine Mah­nung an die Poli­tik, die Medi­en und die Zivil­ge­sell­schaft sein, ras­sis­ti­scher Stim­mungs­ma­che kon­se­quent ent­ge­gen­zu­tre­ten, so die Bun­des­wei­te Arbeits­ge­mein­schaft in einer Erklä­rung. Die Arbeits­ge­mein­schaft appel­liert an die Poli­ti­ker aller Par­tei­en in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen, die gestie­ge­nen Flücht­lings­zah­len nicht in den bevor­ste­hen­den Wahl­kämp­fen zu miss­brau­chen.

Im Rah­men der Jah­res­klau­sur der Arbeits­ge­mein­schaft wur­de Pfar­rer Andre­as Lipsch zum neu­en Vor­sit­zen­den gewählt, der im Sep­tem­ber bereits zum Vor­sit­zen­den­den des För­der­ver­eins PRO ASYL und des Stif­tungs­rats der Stif­tung PRO ASYL gewählt wur­de. Zum stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wur­de Rechts­an­walt Hubert Hein­hold aus Mün­chen gewählt, Schatz­meis­ter wur­de Diplom­fi­nanz­wirt Andre­as Schwant­ner. Als Bei­sit­zen­de wur­den Karin Asboe aus Düs­sel­dorf, Vol­ker Maria Hügel aus Müns­ter, Ange­li­ka von Loeper aus Karls­ru­he und New­roz Duman aus Frank­furt gewählt.

Die bun­des­wei­te Arbeits­ge­mein­schaft PRO ASYL ver­ab­schie­de­te ihr Grün­dungs­mit­glied Dr. Jür­gen Micksch, der nach über 25jährigem Vor­sitz des Netz­werks nicht mehr als Vor­sit­zen­der kan­di­dier­te, sowie Grün­dungs­mit­glied Hei­ko Kauffmann, der nach über zwei Jahr­zehn­te lan­gem Ein­satz im Vor­stand nicht mehr zur Wahl antrat.

Die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft dankt Jür­gen Micksch und Hei­ko Kauffmann für ihren jah­re­lan­gen Ein­satz für die Rech­te von Flücht­lin­gen. Grün­dungs­mit­glied Hei­ko Kauffmann setz­te sich seit Jahr­zehn­ten uner­müd­lich auf allen Ebe­nen für die unein­ge­schränk­te Gel­tung der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on und ins­be­son­de­re für die Rech­te von Flücht­lings­kin­dern in Deutsch­land ein.

Dr. Jür­gen Micksch hat­te im Jahr 1986, als sich der Ton in der Asyl­de­bat­te immer mehr ver­schärf­te, die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft PRO ASYL als Zusam­men­schluss von zivil­ge­sell­schaft­li­chen Initia­ti­ven und Ein­zel­per­so­nen ins Leben geru­fen, um Flücht­lin­gen und Asyl­su­chen­den in Deutsch­land eine Stim­me zu ver­lei­hen. Auch der bun­des­wei­te Tag des Flücht­lings, mit dem jedes Jahr auf die men­schen­recht­li­che Bedeu­tung des Flücht­lings­schut­zes auf­merk­sam gemacht wird, geht auf die Initia­ti­ve des 71jährigen Theo­lo­gen und Sozio­lo­gen zurück. Jür­gen Micksch hat sich über Jahr­zehn­te trotz aller Wider­stän­de und Rück­schlä­ge mit Lei­den­schaft und Beharr­lich­keit für die Grund­rech­te ver­dient gemacht.

Für sei­nen Ein­satz für Flücht­lin­ge, sein Enga­ge­ment für das fried­li­che Zusam­men­le­ben in einer mul­ti­kul­tu­rel­len Gesell­schaft, die För­de­rung des Inter­re­li­giö­sen Dia­logs und viel­fäl­ti­ge sozia­le Initia­ti­ven wur­de Jür­gen Micksch vom Bun­des­prä­si­den­ten mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz am Ban­de aus­ge­zeich­net.

 Erklä­rung zum zwan­zigs­ten Jah­res­tag der ras­sis­ti­schen Mor­de von Mölln (23.11.12)

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