21.03.2011

Aus Anlass des Anti­ras­sis­mus­ta­ges for­dern der Inter­kul­tu­rel­le Rat in Deutsch­land und PRO ASYL ein Ende der sozia­len Ent­rech­tung von Flücht­lin­gen. Die in 80er und 90er Jah­ren instal­lier­te Abschre­ckungs­po­li­tik in Form von staat­lich orga­ni­sier­ter Dis­kri­mi­nie­rung, Lager­un­ter­brin­gung und der Begren­zung der Bewe­gungs­frei­heit durch die sog. Resi­denz­pflicht müs­sen been­det wer­den. Dies for­dern die bei­den Orga­ni­sa­tio­nen in einem öffent­li­chen Auf­ruf.

Über 80.000 Men­schen wer­den in Deutsch­land durch das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz an den äußers­ten Rand der Gesell­schaft gedrängt. Sie erhal­ten Sozi­al­leis­tun­gen, die durch­schnitt­lich um mehr als 38 % unter dem lie­gen, was Men­schen im Hartz IV-Bezug zur Exis­tenz­si­che­rung zuge­stan­den wird. 24.000 Kin­der wach­sen in gesetz­lich vor­ge­se­he­ner Armut auf.

Zehn­tau­sen­de von Flücht­lin­gen wer­den zwangs­wei­se in oft abge­le­ge­nen, her­un­ter­ge­kom­me­nen Lagern unter­ge­bracht und mit Sach­leis­tun­gen, z.B. mit Lebens­mit­tel­pa­ke­ten zwangs­ver­sorgt.

Immer wie­der for­dern die Betrof­fe­nen das, was die Poli­tik ihnen ver­wei­gert: ein ganz nor­ma­les Leben. Der Inter­kul­tu­rel­le Rat in Deutsch­land und PRO ASYL rufen zur Soli­da­ri­tät mit dem Ein­satz der Betrof­fe­nen für ein selbst­be­stimm­tes Leben in Wür­de auf. Sie the­ma­ti­sie­ren des­halb die Lebens­si­tua­ti­on von Flücht­lin­gen wäh­rend der dies­jäh­ri­gen Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus, die vom 14.–27. März statt­fin­den.

Die Bro­schü­re „Men­schen wie Men­schen behan­deln! – Flücht­lin­ge in Deutsch­land: Für sozia­le Teil­ha­be und ein Leben in Wür­de.“ zum Down­load.

Der Auf­ruf „Schluss mit der sozia­len Ent­rech­tung von Flücht­lin­gen! Für ein Leben in Wür­de.“ zum Down­load.

Kon­takt:

Tel.: 069 23 06 95

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