12.02.2026

Sehr geehr­te Medienschaffende,

zur Ver­öf­fent­li­chung unse­res Poli­cy Papers Iran laden wir Sie zu einem digi­ta­len Pres­se­ge­spräch für Mitt­woch, 18. Febru­ar, 10 Uhr, ein.

In dem Papier mit dem Titel „Die Men­schen­rechts­la­ge im Iran und die deut­sche Asyl­pra­xis“ ana­ly­siert PRO ASYL die erheb­li­che Dis­kre­panz zwi­schen der desas­trö­sen men­schen­recht­li­chen Lage im Iran und der hohen Ableh­nungs­quo­te des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF).

Die poli­ti­sche Ver­fol­gung in der Isla­mi­schen Repu­blik Iran hat 2025 dras­tisch zuge­nom­men. Allein die Zahl der Fest­ge­nom­me­nen lag 2025 um mehr als das Acht­fa­che höher als noch 2024. All das setz­te das Regime mit der blu­ti­gen Nie­der­schla­gung der jüngs­ten Pro­test­wel­le im Janu­ar 2026 fort. Allein im Janu­ar 2026 sind laut Medi­en­be­rich­ten min­des­tens 30.000 Men­schen getö­tet worden.

Beson­ders betrof­fen von innen­po­li­ti­scher Gewalt, Mas­sen­fest­nah­men und Hin­rich­tun­gen sind Frau­en sowie eth­ni­sche und reli­giö­se Min­der­hei­ten. Die Ver­fol­gung endet häu­fig nicht mit der Aus­rei­se, sie setzt sich im Exil fort, ins­be­son­de­re, wenn sich Exil-Iraner*innen oppo­si­tio­nell engagieren.

Obwohl Schutz­su­chen­de spe­zi­fi­sche Flucht­grün­de haben, hat das BAMF im Jahr 2025 in nur noch 27 Pro­zent der inhalt­lich geprüf­ten Fäl­le Schutz gewährt. Zahl­rei­che die­ser Ent­schei­dun­gen wur­den von Gerich­ten revi­diert und als sach­lich feh­ler­haft ein­ge­stuft. Des­halb ana­ly­siert PRO ASYL im Poli­cy Paper auch ableh­nen­de Beschei­de des BAMF und zeigt die dahin­ter lie­gen­den Ablehnungsmuster.

Die zen­tra­len Ergeb­nis­se des Papiers zur Lage der Men­schen­rech­te und der Ana­ly­se der BAMF-Beschei­de stel­len wir im Pres­se­ge­spräch vor und ord­nen sie poli­tisch sowie recht­lich ein.

Im Pres­se­ge­spräch geben Auskunft:

• Mari­am Cla­ren, Iran-Expertin
• Karl Kopp, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL
• Tareq Alaows, flücht­lings­po­li­ti­scher Spre­cher von PRO ASYL

Das Gespräch wird von Danie­la Sepehri moderiert.

Datum: Mitt­woch, 18. Febru­ar 2026
Uhr­zeit: 10 bis 11 Uhr
For­mat: Online (Zugangs­link nach Anmeldung)

Wir bit­ten um Anmel­dung per E‑Mail an presse@proasyl.de bis zum 17. Febru­ar, 16 Uhr.

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