28.02.2020

PRO ASYL und Refu­gee Sup­port Aege­an for­dern Flücht­lings­auf­nah­me jetzt!

PRO ASYL und sei­ne grie­chi­sche Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on Refu­gee Sup­port Aege­an (RSA) for­dern ange­sichts der Not­si­tua­ti­on in Ägä­is die sofor­ti­ge Eva­ku­ie­rung der Insel-Hot­spots. Alle Schutz­su­chen­de müs­sen auf das grie­chi­sche Fest­land gebracht wer­den. Dort müs­sen sie men­schen­wür­dig unter­ge­bracht und schnellst­mög­lich in ande­re EU-Mit­glied­staa­ten über­stellt wer­den.

Die Mit­ver­ant­wor­tung Deutsch­lands und Euro­pas für die kata­stro­pha­le Situa­ti­on auf den grie­chi­schen Ägä­is-Inseln ist evi­dent. Die EU-Staa­ten set­zen den Deal mit Erdo­gan um jeden mensch­li­chen Preis in der Ägä­is durch. Vor allem des­halb sit­zen zehn­tau­sen­de Flücht­lin­ge unter uner­träg­li­chen Bedin­gun­gen dort fest.

Erdo­gans aktu­el­le Dro­hung – mit live Bericht­erstat­tung von der Land- und See­gren­ze zu Grie­chen­land –, Flücht­lin­ge unge­hin­dert wei­ter­flie­hen zu las­sen, zeigt wie sehr sich Euro­pa durch den Flücht­lings­de­al erpress­bar machen lässt. Anka­ra droht damit, die Gren­zen für Flücht­lin­ge nach Euro­pa zu öff­nen, um auf die­se Wei­se Unter­stüt­zung aus dem Wes­ten zu erzwin­gen.

Euro­pa macht dicht und die Tür­kei öff­net ver­meint­lich ihre Gren­zen Rich­tung Grie­chen­land. Jedoch: Der lebens­ret­ten­de Flucht­weg in die Tür­kei aus der Regi­on Idlib bleibt ver­sperrt. PRO ASYL wirft der Erdo­gan-Regie­rung ein zyni­sches Spiel auf dem Rücken der Flücht­lin­ge vor.

PRO ASYL und RSA for­dern die Öff­nung der syrisch-tür­ki­schen Gren­ze. Die umfas­sen­de huma­ni­tä­re Hil­fe für Schutz­su­chen­de aus Idlib muss gewähr­leis­tet wer­den. Es rei­chen in die­sem Zusam­men­hang nicht Lip­pen­be­kennt­nis­se und finan­zi­el­le Hil­fen – die EU muss auch signi­fi­kant Schutz­su­chen­de aus der Tür­kei auf­neh­men. Es ist unver­ant­wort­lich, dass Euro­pa die gesam­te Erst­auf­nah­me von Schutz­su­chen­den Grie­chen­land auf­bür­det. Eine Mil­li­on Men­schen sind in Syri­en in der Regi­on Idlib unmit­tel­bar in Gefahr und Euro­pa bleibt taten­los.

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