14.06.2016

PRO ASYL: Deut­li­ches Zei­chen der Zivil­ge­sell­schaft für Rech­te von Flücht­lin­gen und gegen Ras­sis­mus und rechts­po­pu­lis­ti­sche Stim­mungs­ma­che

Gemein­sam mit einem Bünd­nis aus 40 Orga­ni­sa­tio­nen – dar­un­ter Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Brot für die Welt, Cam­pact, Der Pari­tä­ti­sche, Deut­scher Gewerk­schafts­bund, Dia­ko­nie Deutsch­land und ande­re – ruft die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft für Flücht­lin­ge PRO ASYL unter dem Mot­to „Hand in Hand gegen Ras­sis­mus“ am 18. und 19. Juni zu Men­schen­ket­ten in fünf deut­schen Städ­ten auf.

Das Bünd­nis steht für die Unan­tast­bar­keit der Men­schen­wür­de und die Wah­rung der Men­schen­rech­te. Die Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on darf nicht in Fra­ge gestellt oder durch natio­na­le Asyl­rechts­ver­schär­fun­gen unter­gra­ben wer­den (Aus­zug aus dem Auf­ruf).

„Euro­pa macht die Gren­zen dicht und ver­rät die Men­schen­rech­te von Flücht­lin­gen. Man han­delt in der irri­gen Annah­me, dadurch Ras­sis­ten im Zaum zu hal­ten. Der Ver­such der Abrie­ge­lung Euro­pas gegen Flücht­lin­ge, ein Euro­pa der Zäu­ne, ist aber Was­ser auf die Müh­len der Ras­sis­ten“, sagt Gün­ter Burk­hardt, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL.

Auch die Bun­des­re­gie­rung hat eine Kehrt­wen­de ihrer Flücht­lings­po­li­tik voll­zo­gen. Nach­dem ande­re euro­päi­sche Staa­ten, die Spit­ze der CSU, Rechts­po­pu­lis­ten in ganz Euro­pa und auch in Deutsch­land für Grenz­ab­rie­ge­lung ein­tra­ten, voll­zog auch die Bun­des­kanz­le­rin einen Kurs­wech­sel. Im Stak­ka­to wer­den Asyl­ge­set­ze ver­schärft. Die Poli­tik rich­tet sich zuneh­mend nach der rech­ten Stim­mungs­ma­che. Der EU-Tür­kei-Deal soll Flücht­lin­gen den Weg nach Euro­pa ver­sper­ren und Rück­schie­bun­gen ermög­li­chen. In Ver­hand­lun­gen mit Staa­ten wie dem Sudan, Liby­en, Athio­pi­en und ande­ren unter­nimmt Euro­pa alles, um Flucht nach Euro­pa zu ver­hin­dern. Flan­kie­rend sol­len trotz Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen die Maghreb­staa­ten zu angeb­lich siche­ren Her­kunfts­staa­ten erklärt wer­den. Selbst die Tür­kei ist als „siche­res Her­kunfts­land“ im Gespräch.

PRO ASYL ruft dazu auf, gegen den stu­fen­wei­sen Abbau des Men­schen­rechts auf Asyl am 18. und 19. Juni auf die Stra­ße zu gehen und Flag­ge gegen Ras­sis­mus und für Flücht­lings­rech­te zu zei­gen.

Gün­ter Burk­hardt sprich am 19. Juni bei der Kund­ge­bung in Ber­lin am Ora­ni­en­platz um 14.00 und steht im Anschluss für Inter­views zur Ver­fü­gung.

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