06.03.2020

PRO ASYL appel­liert ein­dring­lich mit Ver­nunft und Beherzt­heit, sich der Situa­ti­on in Grie­chen­land zu stel­len. Es gibt auf den grie­chi­schen Inseln und auch auf dem Fest­land kei­ne Chan­ce auf fai­re Asyl­ver­fah­ren, Zugang zu Schutz und Recht für die mehr als 40.000 zum Teil seit Mona­ten und Jah­ren aus­har­ren­den Schutz­su­chen­den. Die geplan­ten Abschie­bun­gen in die Tür­kei wären ein wei­te­rer Bruch des Völ­ker­rechts.

Wir freu­en uns über jedes Kind, das der Höl­le von Moria ent­flie­hen darf. Die Lösung liegt jedoch nicht in der allei­ni­gen Auf­nah­me unbe­glei­te­ter Kin­der. PRO ASYL for­dert auch  für die rest­li­chen mehr als 35.000 Geflüch­te­ten (dar­un­ter Frau­en, Kin­der, Trau­ma­ti­sier­te) auf den Inseln  eine euro­päi­sche Ver­ant­wor­tungs­tei­lung. Dies bedeu­tet: Relo­ca­ti­on in ande­re EU-Staa­ten, unbü­ro­kra­ti­sche Fami­li­en­zu­sam­men­füh­run­gen und Zugang zu einem gere­gel­ten Asyl­ver­fah­ren. Deutsch­land und ande­re EU-Staa­ten müs­sen jetzt han­deln.

Zu unse­rer Pres­se­er­klä­rung vom 4. März 2020 mit umfas­sen­den For­de­run­gen geht es hier.

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