17.06.2019

PRO ASYL: Abschie­bun­gen in das Kriegs­land Nr. 1 welt­weit müs­sen end­lich ein Ende haben!

Am heu­ti­gen Mon­tag ist der 25. Sam­mel­ab­schie­be­flie­ger Rich­tung Kabul geplant, dies­mal vom Flug­ha­fen Leipzig/Halle aus. Allen Zah­len und Berich­ten über Tote, Gefech­te und die Sicher­heits­la­ge im Land zum Trotz nimmt der Abschie­bungs­irr­sinn in das vom Krieg zer­rüt­te­te Afgha­ni­stan kein Ende.

PRO ASYL for­dert, Abschie­bun­gen nach Afgha­ni­stan zu stop­pen. »Die Kriegs­rea­li­tät in Afgha­ni­stan spricht Bän­de, doch hart­her­zi­ge Abschie­be­mi­nis­ter las­sen sich weder von Toten und Ver­letz­ten noch von der kata­stro­pha­len Sicher­heits­la­ge über­zeu­gen», kri­ti­siert Gün­ter Burk­hardt, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL.

Afgha­ni­stan ist laut des Glo­bal Peace Index aktu­ell welt­weit das Kriegs­land Num­mer 1 und hat sogar Syri­en als das unsi­chers­te Land der Welt über­holt. Kein Tag ver­geht ohne Tote und Ver­letz­te in den unter­schied­lichs­ten Pro­vin­zen (hier die Wochen­bi­lanz der New York Times bis 13. Juni); ein Selbst­mord­an­schlag sowie schwe­re Gefech­te haben allein ver­gan­ge­ne Woche bin­nen 48 Stun­den in mehr als 30 Tote gefor­dert.

Eben­so warnt UNHCR aktu­ell ein­dring­lich vor Abschie­bun­gen nach Afgha­ni­stan. Die afgha­ni­sche Regie­rung ist nicht in der Lage, den Schutz der Bevöl­ke­rung effek­tiv zu gewähr­leis­ten. Gera­de wäh­rend des Fas­ten­mo­nats Rama­dan wur­den Zivilist*innen ver­stärkt zur Ziel­schei­be von Atta­cken, kri­ti­sier­ten im Juni die Ver­ein­ten Natio­nen. Das Land ist ein Fli­cken­tep­pich, in dem die Regie­rungs­kräf­te, die Tali­ban, der IS sowie loka­le War­lords um Kon­trol­le und Macht­er­halt kämp­fen.

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