04.02.2026

Pres­se­state­ment

Zu dem Schiffs­un­glück vor der grie­chi­schen Insel Chi­os in der Nacht des 3. Febru­ars 2026, bei dem min­des­tens 15 Men­schen ums Leben kamen, kom­men­tiert Karl Kopp, Co-Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL:

„Laut Infor­ma­tio­nen unse­rer grie­chi­schen Kolleg*innen ver­dich­ten sich die Hin­wei­se, dass es sich nicht um einen tra­gi­schen Unfall han­delt, son­dern die­se Men­schen im Rah­men eines Abfang­ma­nö­vers der grie­chi­schen Küs­ten­wa­che ums Leben gekom­men sind. Es wäre nicht das ers­te Mal, dass schutz­su­chen­de Men­schen infol­ge von Manö­vern der grie­chi­schen Küs­ten­wa­che ster­ben. Grie­chen­land wur­de wegen sol­cher Vor­fäl­le bereits mehr­fach vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te ver­ur­teilt. Das Schiffs­un­glück vor Chi­os muss im Rah­men einer unab­hän­gi­gen Unter­su­chung lücken­los auf­ge­klärt und mög­li­che Ver­ant­wort­li­che müs­sen zur Rechen­schaft gezo­gen werden!“

Hin­ter­grund

Kolleg*innen der grie­chi­schen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­ti­on von PRO ASYL, Refu­gee Sup­port Aege­an (RSA), sind in Chi­os seit ver­gan­ge­ner Nacht vor Ort. Sie ver­fü­gen über eine lang­jäh­ri­ge Erfah­rung in der recht­li­chen Ver­tre­tung von Über­le­ben­den und Ange­hö­ri­gen von Schiffs­un­glü­cken in Grie­chen­land und konn­ten bereits mehr­fach eine Ver­ur­tei­lung Grie­chen­lands durch den Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te in Straß­burg erwir­ken – zuletzt im Okto­ber 2025.

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