11.07.2011
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Fahrräder für Flüchtlinge: praktische Hilfe und Protest in einem.

Die Hildesheimer Studierendeninitiative macht vor, wie sich handfeste Hilfe für Flüchtlinge und die politische Aktion gegen Ausgrenzung verbinden lassen.

Räder für alle – so lautete das Motto der Hildesheimer Studierenden-Initiative, die am vergangenen Samstag unter Beweis stellte, dass sich handfeste Hilfe für Flüchtlinge und die politische Aktion für Flüchtlingsrechte wunderbar verbinden lassen – eine sehr nachahmenswerte Aktion, findet PRO ASYL.

Seit über einem Jahr kämpfen die Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers Meinersen im niedersächsischen Landkreis Gifhorn gegen ihre systematische Ausgrenzung und fordern die Schließung ihrer abgelegenen Unterkunft im Industriegebiet. Rund 80 Menschen radelten mit der Initiative „Räder für alle“ und dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat von Hildesheim aus auf einer 60 Kilometer langen Strecke quer durch Niedersachsen – sie demonstrierten damit gegen die Diskriminierung der Flüchtlinge und überbrachten ihnen 32 gespendete, in Eigenarbeit frisch überholte Fahrräder. Künstlerisch-politischer Höhepunkt der begleitenden Kundgebungen: Nuradil „MC Nuri“ Ismailov mit seinem Rap-Song über das Lebensgefühl eines Flüchtlings im Lager.

Zum Bericht über die Aktion beim Flüchtlingsrat Niedersachsen