07.12.2010
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Reise ohne Rückkehr - Endstation Frankfurter Flughafen

Am 4. Dezem­ber wur­de in Nürn­berg der mit 1.500 Euro dotier­te Deut­sche Men­schen­rechts­film­preis ver­lie­hen. Die Aus­zeich­nung wür­digt den Ein­satz enga­gier­ter Fil­me­ma­cher für die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te. In zwei Kate­go­ri­en erhiel­ten Fil­me eine Aus­zeich­nung, die das Schick­sal von Flücht­lin­gen beleuch­ten. Der Film „Rei­se ohne Rück­kehr – End­sta­ti­on Frank­fur­ter Flug­ha­fen“ von Güclü Yaman­geht the­ma­ti­siert die Abschie­bung des Flücht­lings

Am 4. Dezem­ber wur­de in Nürn­berg der mit 1.500 Euro dotier­te Deut­sche Men­schen­rechts­film­preis ver­lie­hen. Die Aus­zeich­nung wür­digt den Ein­satz enga­gier­ter Fil­me­ma­cher für die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te. In zwei Kate­go­ri­en erhiel­ten Fil­me eine Aus­zeich­nung, die das Schick­sal von Flücht­lin­gen beleuch­ten.

Der Film „Rei­se ohne Rück­kehr – End­sta­ti­on Frank­fur­ter Flug­ha­fen“ von Güclü Yaman­geht the­ma­ti­siert die Abschie­bung des Flücht­lings Aamir Age­eb, die mit des­sen Ersti­ckungs­tod im Flug­zeug ende­te. Die Jury begrün­de­te den 1. Preis in der Kate­go­rie „Ama­teur“ ein­drück­lich: „Die Ver­zweif­lung des Flücht­lings, die kal­te, hilf­lo­se Rou­ti­ne der Beam­ten und das Weg­schau­en der Pas­sa­gie­re ver­mit­telt der Film auf authen­ti­sche und glaub­wür­di­ge Wei­se.“

Den 1. Preis in der Kate­go­rie „Bil­dung“ erhielt die Repor­ta­ge „Rück­kehr ins Elend – Abschie­bung der Roma ins Koso­vo“ von Mar­ti­na Mora­wi­etz. Es geht um Men­schen, die in Nacht-und-Nebel-Aktio­nen aus Deutsch­land abge­scho­ben wur­den, obwohl sie hier gebo­ren sind, per­fekt Deutsch spre­chen und eigent­lich in unse­rem Land eine Zukunft hat­ten. „Die Bil­der von Mar­ti­na Mora­wi­etz berüh­ren, sie gehen unter die Haut und machen betrof­fen“, so die Jury des Men­schen­rechts­film­prei­ses 2010.

PRO ASYL ist Mit­trä­ger des Deut­schen Men­schen­rechts­film­prei­ses.

www.menschenrechts-filmpreis.de