27.01.2010
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Foto: Xavier Merckx / Cimade

Die 124 Boots­flücht­lin­ge, die ver­gan­ge­ne Woche auf Kor­si­ka auf­ge­grif­fen wur­den, sind aus der Abschie­bungs­haft ent­las­sen wor­den. Sie waren zunächst ohne Zugang zu Rechts­an­wäl­ten inhaf­tiert und trotz der bekun­de­ten Absicht, Asyl bean­tra­gen zu wol­len, nicht wie Schutz­su­chen­de behan­delt wor­den. Die fran­zö­si­sche Regie­rung woll­te mit ihrem Vor­ge­hen ver­mut­lich Här­te gegen­über „ille­ga­len Immi­gran­ten“ demons­trie­ren, muss­te auf­grund der mas­si­ven

Die 124 Boots­flücht­lin­ge, die ver­gan­ge­ne Woche auf Kor­si­ka auf­ge­grif­fen wur­den, sind aus der Abschie­bungs­haft ent­las­sen wor­den. Sie waren zunächst ohne Zugang zu Rechts­an­wäl­ten inhaf­tiert und trotz der bekun­de­ten Absicht, Asyl bean­tra­gen zu wol­len, nicht wie Schutz­su­chen­de behan­delt wor­den.

Die fran­zö­si­sche Regie­rung woll­te mit ihrem Vor­ge­hen ver­mut­lich Här­te gegen­über „ille­ga­len Immi­gran­ten“ demons­trie­ren, muss­te auf­grund der mas­si­ven Pro­tes­te von Anwäl­ten und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen gegen die­se offen­sicht­li­che Ver­let­zung der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on sowie meh­re­rer ent­spre­chen­der Beschlüs­se von Haft­rich­tern aller­dings zurück­ru­dern. Die Betrof­fe­nen, größ­ten­teils syri­sche Kur­den, dar­un­ter 38 Kin­der und fünf Schwan­ge­re, war­ten nun auf die Ent­schei­dun­gen von Ver­wal­tungs­ge­rich­ten, ob sie doch abge­scho­ben wer­den oder Zugang zu einem regu­lä­ren Asyl­ver­fah­ren bekom­men. Laut der fran­zö­si­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Cima­de haben vie­le von ihnen gute Chan­cen auf die Aner­ken­nung als poli­ti­sche Flücht­lin­ge.

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