01.09.2016
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Flüchtlinge auf dem Weg zur griechisch-mazedonischen Grenze. Foto: Reuters / Yannis Behrakis

Warum fliehen Menschen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten, welche Hindernisse überwinden? Wo und unter welchen Umständen finden sie Schutz? Dies sind die grundlegenden Fragen, zu denen unsere Ausstellung »Asyl ist Menschenrecht« Informationen gibt.

In vie­len Tei­len der Welt wer­den Men­schen Opfer von Krieg, Gewalt und Ver­fol­gung, von Dis­kri­mi­nie­rung, Not und Per­spek­tiv­lo­sig­keit. Gegen­wär­tig sind über 65 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Dar­un­ter befin­den sich vie­le, die beson­ders ver­letz­bar sind: Kin­der, Schwan­ge­re, Alte und Kran­ke.

65 Mio.

Men­schen sind aktu­ell welt­weit auf der Flucht.

Auch ange­sichts der kon­ti­nu­ier­lich stei­gen­den Flücht­lings­zah­len ist es wich­tig, die Hin­ter­grün­de und Zusam­men­hän­ge zu ver­ste­hen. Wie ist die Situa­ti­on in den Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten, was geschieht ent­lang der Flucht­rou­ten, wie reagiert die Euro­päi­sche Uni­on, wie ver­hal­ten sich die ein­zel­nen Mit­glieds­staa­ten? Wei­te­re Fra­ge­stel­lun­gen dre­hen sich um die Auf­nah­me­be­din­gun­gen und Per­spek­ti­ven für Flücht­lin­ge in Deutsch­land, die Ent­wick­lun­gen in der Zivil­ge­sell­schaft und lei­der auch die Kon­fron­ta­ti­on mit der gefähr­lich anwach­sen­den ras­sis­ti­schen Het­ze und Gewalt.

Unse­re Auf­ga­be ist es, deut­lich Posi­ti­on zu bezie­hen und laut für die Men­schen- und Flücht­lings­rech­te ein­zu­tre­ten: Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Frei­heit und Wür­de – und dar­auf, Schutz vor Ver­fol­gung zu fin­den.

Dar­um ist die PRO ASYL-Aus­stel­lung »Asyl ist Men­schen­recht« nun in einer neu­en Aus­ga­be erhält­lich. Sie soll wis­sens­ba­sier­tes Ver­ständ­nis für Flücht­lin­ge und ihre Situa­ti­on ver­mit­teln und das Bewusst­sein über die All­ge­mein­gül­tig­keit und die Unteil­bar­keit von Men­schen­rech­ten stär­ken.

Seit der ers­ten Aus­ga­be unse­rer Infor­ma­ti­ons­aus­stel­lung zum The­ma Flucht und Asyl im Dezem­ber 2014 ist viel gesche­hen, eine grund­le­gen­de Über­ar­bei­tung war daher nötig. Die nun fer­tig gestell­te zwei­te Aus­ga­be beinhal­tet weit rei­chen­de Aktua­li­sie­run­gen, vie­le kom­plett neu erar­bei­te­te The­men sowie eine umfas­sen­de Erwei­te­rung des gesam­ten Infor­ma­ti­ons­an­ge­bots.

Flucht­grün­de – Aus­schnitt aus Chart 7 der Aus­stel­lung. Gra­fik: PRO ASYL
Flucht welt­weit – Aus­schnitt aus Chart 3 der Aus­stel­lung. Gra­fik: PRO ASYL
Flucht­rou­ten – Aus­schnitt aus Chart 9 der Aus­stel­lung. Gra­fik: PRO ASYL
Relo­ca­ti­on – Aus­schnitt aus Chart 23 der Aus­stel­lung. Gra­fik: PRO ASYL
Ras­sis­mus – Aus­schnitt aus Chart 35 der Aus­stel­lung. Gra­fik: PRO ASYL

Die Aus­stel­lung besteht aus 37 Ein­zel­pla­ka­ten im For­mat DIN A1 sowie einem indi­vi­du­ell beschrift­ba­ren Ankün­di­gungs­pla­kat im For­mat DIN A2. Die Begleit­bro­schü­re hat das For­mat DIN A3, sie umfasst 40 Sei­ten.

Die didak­ti­sche Rei­hen­fol­ge der Aus­stel­lung führt von den Flucht­län­dern über Euro­pa bis nach Deutsch­land. Auf die­sem Weg begeg­nen schutz­su­chen­de Men­schen vie­len Gefah­ren, Hin­der­nis­sen und Restrik­tio­nen – die­se wer­den visua­li­siert, beschrie­ben und ana­ly­siert. Hin­zu kom­men ein­zel­ne Tafeln zu the­men­re­le­van­ten Ereig­nis­sen, poli­ti­schen Ent­wick­lun­gen und asyl­recht­li­chen Bestim­mun­gen.

Zusam­men stel­len die 37 Ein­zel­ta­feln ein umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot zum The­ma Flucht und Asyl dar. Zugleich ist jede Tafel eine in sich abge­schlos­se­ne Infor­ma­ti­ons­ein­heit. Soll­ten Sie z. B. kei­nen ent­spre­chend gro­ßen Aus­stel­lungs­raum zur Ver­fü­gung haben, kön­nen Sie die ein­zel­nen Tafeln auch frei kom­bi­nie­ren, von Zeit zu Zeit aus­tau­schen oder spe­zi­fi­sche Infor­ma­ti­ons­grup­pen zusam­men­stel­len.

Unter­stützt wird das Pro­jekt von der IG Metall, dem DGB, Brot für die Welt, der Dia­ko­nie Hes­sen, der Evan­ge­li­schen Kir­che in Hes­sen und Nas­sau, Mise­re­or sowie der Stif­tung für die Inter­kul­tu­rel­len Wochen gegen Ras­sis­mus.