Widerrufsverfahren – Flüchtlingsschutz mit Verfallsdatum?

Mai 2005

Vom beschä­men­den Umgang deut­scher Behör­den mit ver­folg­ten Men­schen.

Bereits seit eini­gen Jah­ren betrei­ben Deutsch­land und vie­le ande­re indus­tria­li­sier­te Staa­ten eine Poli­tik der Flücht­lings­ab­wehr – per Abschot­tung, Abschre­ckung und Abschie­bung. Dies blieb nicht ohne Wir­kung: 2004 hat Deutsch­land die nied­rigs­te Zugangs­zahl von Asyl­su­chen­den seit 20 Jah­ren zu ver­zeich­nen. In die­ser Situa­ti­on wen­det sich die staat­li­che Gewalt auch gegen die­je­ni­gen, denen man Schutz und Sicher­heit längst zuge­sagt hat: Ver­folg­te Men­schen, die im Asyl­ver­fah­ren recht­lich als Flücht­lin­ge aner­kannt wur­den. »Wider­ruf« heißt das Schlüs­sel­wort, mit dem immer mehr aner­kann­ten Flücht­lin­gen in Deutsch­land der Boden unter den Füßen weg­ge­zo­gen wird.

Her­aus­ge­ber: PRO ASYL