01.12.2013

Newsletter Dec 2013

Die Orga­ni­sa­ti­on KISA berich­te­te am 14. Novem­ber 2013 von dem sechs Mona­te anhal­ten­den Pro­test einer Grup­pe aner­kann­ter Flücht­lin­ge vor dem zyprio­ti­schen Par­la­ment. Die­se for­dern die Gewähr­leis­tung ihrer grund­le­gen­den Rech­te. Die Bedin­gun­gen für aner­kann­te Flücht­lin­ge in Zypern, so bestä­tigt KISA, sind äußerst schlecht. Bis­her hät­ten aner­kann­te Flücht­lin­ge immer­hin Zugang zu eini­gen Arbeits­mög­lich­kei­ten gehabt, was sich mitt­ler­wei­le geän­dert habe auf­grund von Arbeits­lo­sig­keit und der sich zuspit­zen­den wirt­schaft­li­chen Kri­se. Die Flücht­lin­ge erhiel­ten außer­dem kei­ne ange­mes­se­ne Unter­stüt­zung durch die zustän­di­gen Behör­den, so KISA. Men­schen mit inter­na­tio­na­lem Schutz­sta­tus sei­en mit Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus kon­fron­tiert, was sich in den letz­ten Jah­ren wei­ter ver­stärkt habe. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit, einen gleich­be­rech­tig­ten Zugang zu Arbeit und wür­di­gen Lebens­be­din­gun­gen zu erhal­ten, stel­le somit die Erlan­gung der zyprio­ti­schen Staats­bür­ger­schaft oder eines unbe­fris­te­ten Auf­ent­halts­sta­tus dar. Mit letz­te­rem wären zumin­dest eini­ge grund­le­gen­de Rech­te gewähr­leis­tet. Die zyprio­ti­sche Regie­rung wei­ge­re sich jedoch, die Anträ­ge auf Staats­bür­ger­schaft von aner­kann­ten Flücht­lin­gen zu bear­bei­ten, was sowohl gegen natio­na­les, euro­päi­sches  und inter­na­tio­na­les Flücht­lings­recht ver­stößt.

http://kisa.org.cy/14–11-2013-hunger-strike-by-people-with-international-protection-status-in-front-of-the-ministry-of-interior/