In einem Inter­view mit ZEIT ONLINE äußert Mar­tin Keß­ler, Lei­ter der Dia­ko­nie Kata­stro­phen­hil­fe, am 20.10.2016 Besorg­nis über die Fol­gen eines Kamp­fes um die Stadt Mos­sul. Man rech­ne inner­halb weni­ger Wochen zunächst mit 200.000 Flücht­lin­gen, von denen eini­ge in Lagern im Nord­irak unter­kom­men wür­den, vie­le ande­re aber nicht. Die Ver­ein­ten Natio­nen wür­den eine Lager­ka­pa­zi­tät für bis zu 400.000 Men­schen vor­hal­ten. Wenn aber wirk­lich 700.000 Flücht­lin­ge kom­men, gehe man davon aus, dass es zu chao­ti­schen Ver­hält­nis­sen kom­men wer­de. UNHCR rech­net mit im Extrem­fall 750.000 Ver­trie­be­nen, für die 180 Mil­lio­nen Euro Sofort­hil­fe benö­tigt wür­den.

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