01.11.2012

Newsletter Nov 2012

Nach dem Sui­zid eines ira­ni­schen Asyl­su­chen­den im Janu­ar ist es in der­sel­ben Gemein­schafts­un­ter­kunft in Würz­burg erneut zu einer Ver­zweif­lungs­tat aus Angst vor Abschie­bung gekom­men, wie die Main­post vom 24. Okto­ber 2012 berich­tet. Weni­ge Tage zuvor habe sich ein 38-jäh­ri­ger Fami­li­en­va­ter vor den Augen sei­ner schwan­ge­ren Ehe­frau und sei­ner vier Kin­der mit einem Mes­ser tief ins Hand­ge­lenk geschnit­ten. Zuvor hat­te die Poli­zei der tsche­tsche­ni­schen Fami­lie mit­ge­teilt, dass sie nach Polen über­stellt wer­de. Vor dem Hin­ter­grund des Fal­les kri­ti­siert der Würz­bur­ger Rechts­an­walt Micha­el Koch die bay­ri­sche Behör­den­pra­xis, den Über­stel­lungs­be­scheid im Rah­men des Dub­lin-Ver­fah­rens erst direkt im Zusam­men­hang mit der Abschie­bung zu über­rei­chen, als men­schen­ver­ach­tend.