In einem gemeinsamen Positionspapier haben die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt und der thüringische Migrationsminister Dieter Lauinger Vorschläge für Lösungen zur Bewältigung der „Flüchtlingskrise“ gemacht, so eine Pressemitteilung vom 27.11.2015. Darin wird vorgeschlagen, Widerrufsverfahren beim Bundesamt abzuschaffen oder zumindest längerfristig auszusetzen und für weitere Personenkreise vereinfachte Verfahren einzuführen, wenn sie mit höchster Wahrscheinlichkeit Schutz erhalten würden. Abgelehnt wird die die Belastung des Bundesamtes verschärfende Wiedereinführung der Einzelfallprüfungen bei Syrern und die Einschränkung des Familiennachzugsanspruchs bei subsidiär geschützten Flüchtlingen. In über längere Zeit hinweg vom Bundesamt nicht entschiedenen Fällen soll im Rahmen einer Altfallregelung ein Aufenthaltsrecht erteilt werden können.

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