Sind Unter­neh­mens­be­ra­tungs­fir­men in Berei­chen, wo der öffent­li­che Dienst nicht funk­tio­niert, Teil des Pro­blems oder eher der Lösung? Das Ber­li­ner LaGeSo, deutsch­land­weit ein Sym­bol für die Unfä­hig­keit der deut­schen Haupt­stadt im Umgang mit Flücht­lin­gen, soll aus den Nega­tiv­schlag­zei­len. Dies berich­tet Die Welt am 7. März 2016 unter der Über­schrift „Ein letz­ter Ret­tungs­ver­such fürs kol­la­bier­te Lageso“. Als Ret­ter gehan­delt wird die Unter­neh­mens­be­ra­tung McK­in­sey. Zu Recht fragt Die Welt, war­um gut­be­zahl­te Minis­ter, Sena­to­ren und Amts­lei­ter nun­mehr die Hil­fe eines Pri­vat­un­ter­neh­mens benö­ti­gen. Es han­delt sich aller­dings nicht um den ers­ten Fall, in dem McK­in­sey in der Poli­tik unter­wegs ist. „Das kos­ten­lo­se Ködern hat sich gelohnt“, so Die Welt. Nach­dem McK­in­sey zunächst in Ber­lin unent­gelt­lich bera­ten hat­te, soll jetzt ein Mas­ter­plan für Inte­gra­ti­on ent­wi­ckelt wer­den. Dabei half McK­in­sey, dass sich die Fir­ma bereits mit dem Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge aus­kennt und die schwe­di­sche Regie­rung berät. Aus­ge­schrie­ben wur­de der nicht ganz bil­li­ge Auf­trag laut Welt nicht.

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